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Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Plus von 99.000 erwartet, nach 61.000 im März.
"Während kleine und große Firmen Personal einstellen, herrscht bei den mittelgroßen Unternehmen Zurückhaltung", sagte ADP-Chefökonomin Nela Richardson. "Konzerne können auf ihre Ressourcen zurückgreifen, und kleine sind besonders wendig. Beides sind entscheidende Vorteile auf dem derzeit komplexen Arbeitsmarkt."
Die Umfragedaten aus der Privatwirtschaft werfen ein Schlaglicht auf die Lage eines wichtigen Teils des US-Jobmarkts. Ein umfassendes Bild liefert der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der auch Stellen im öffentlichen Dienst erfasst. Für den am Freitag anstehenden Job-Report erwarten Ökonomen einen Einbruch - ein Stellenplus von nur noch rund 62.000 soll es im April geben, nach einem Zuwachs von 178.000 im März.
Die US-Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Angesichts der Folgen des Iran-Kriegs auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Energiepreise gilt eine baldige Zinssenkung als sehr unwahrscheinlich.