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Der Dow Jones Industrial fiel in der ersten halben Handelsstunde um 0,03 Prozent auf 46.490,06 Punkte. Der marktbreite S&P-500 gewann 0,09 Prozent auf 6.588,68 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 0,22 Prozent auf 21.928,10 Einheiten hinauf.
Zahlreiche Meldungen zum Irankrieg mit zum Teil widersprüchlichen Inhalten sorgten weiterhin für Zurückhaltung der Anleger. Am Wochenende hatten sich US-Präsident Donald Trump und Teheran mit gegenseitigen Drohungen und Beleidigungen überzogen. Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es am Ostermontag, den Kriegsparteien sei ein Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit Friedensgesprächen vorgelegt worden. Eine Annäherung, insbesondere für die Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormuz, scheint aber weit entfernt.
Auf Konjunkturseite stand zum Wochenstart der ISM-Einkaufsmanagerindex der Dienstleister auf der Agenda. Zudem konnte der Markt erst jetzt auf den am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktbericht reagieren. Dieser war überraschend robust ausgefallen. Außerhalb der Landwirtschaft stieg die Zahl der Stellen um 178.000. Nach dem Streik im Gesundheitswesen von mehr als 30.000 Angestellten und dem schweren Winterwetter im Februar hatten Experten zwar mit einer Gegenbewegung bei der Stellenentwicklung gerechnet. Sie hatten im Schnitt aber nur 65.000 neue Stellen erwartet.
Die Experten von ING lobten zwar den kräftigen Stellenaufbau. Dies zeige, dass sich die USA in einer guten Position befänden, dem wirtschaftlichen Gegenwind durch den Konflikt im Nahen Osten zu widerstehen. Allerdings bleibe das Jobwachstum auf eine Handvoll an Branchen begrenzt. Die steigende Unsicherheit und Vorsicht dürften Arbeitgeber von einem beschleunigten Stellenaufbau abhalten.
Die Arbeitsmarktdaten dämpften die Erwartung von Zinssenkungen durch die US-Notenbank. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hatten die Daten dieses Mal allerdings einen geringeren Einfluss auf die Laune der Anleger als üblich.
Keinen klaren Einfluss auf die Kurse hatte auch eine überraschend starke Eintrübung der Stimmung im US-Dienstleistungssektor. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel von 56,1 auf 54,0 Punkte. Analysten hatten mit 54,9 Einheiten gerechnet. Während der Beschäftigungsindex deutlich nachgab, legten die Indikatoren für bezahlte Preise und Auftragseingänge zu.
Nachrichten zu Unternehmen gab es nur wenige. Netflix legten nach einer Hochstufung durch Goldman Sachs um fast zwei Prozent auf 100,40 US-Dollar zu. Die Experten rechnen damit, dass der Streamingriese starke Ergebnisse vorlegen wird. Das Kursziel hob die Investmentbank von 100 auf 120 US-Dollar.