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Der Dow Jones Industrial stieg am Mittwoch in den ersten 20 Handelsminuten um 1,00 Prozent auf 49.791,47 Punkte, womit das Allzeithoch aus dem Februar bei 50.513 Punkten wieder in Reichweite rückt. Der marktbreite S&P-500 und der technologielastige Nasdaq Composite setzten ihre Rekordjagd fort. Ersterer gewann 0,82 Prozent auf 7.318,50 Zähler. Für den Nasdaq Composite ging es um 1,05 Prozent auf 25.593,17 Einheiten hinauf.
"Die Börsenwelt hofft einmal mehr auf eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran", kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann die Gewinne an den Börsen weltweit. Erneut sei daher das klassische Muster aus einem fallenden Ölpreis, fallenden Zinsen und steigenden Aktienkursen zu beobachten. "Die Börsen haben dieses Friedensszenario in den vergangenen Wochen bereits mehrfach eingepreist. Ob sie diesmal damit richtig liegen, wird freilich erst die Zukunft zeigen."
Auslöser der Hoffnungen ist ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios, wonach die Vereinigten Staaten kurz vor einer Einigung mit dem Iran über ein Abkommen zur Beendigung des Krieges stehen sollen. Aktuell allerdings warnte US-Präsident Donald Trump den Iran, die Bedingungen zu akzeptieren, sonst drohe eine erneute Bombardierung. Auch Vertreter des Irans blieben bisher zurückhaltend, jedoch würde ein US-Verhandlungsvorschlag geprüft, hieß es zuletzt.
Für Euphorie an den Börsen sorgen laut Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets auch die Quartalszahlen und der angehobene Ausblick des Nvidia-Konkurrenten AMD. "Selbst die kühnsten Erwartungen wurden geschlagen", lobte Lipkow. Die Aktie sprang in den ersten Handelsminuten um fast ein Fünftel hoch auf knapp 425 US-Dollar.
Analysten hoben daher nicht nur ihre Kursziele für AMD deutlich an. Goldman Sachs und Bernstein sprachen nun auch Kaufempfehlungen aus. Das Thema agentische Künstliche Intelligenz (KI) treibe die Nachfrage nach Server-Prozessoren an, schrieb etwa James Schneider von Goldman. Sein Kursziel verdoppelte er nahezu, indem er es von 240 auf 450 Dollar hochschraubte. Auch für das Geschäft mit Grafikprozessoren, die in den KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen, sieht Schneider 2027 und darüber hinaus immensen Spielraum.
Im Gefolge zogen auch Aktien der Konkurrenz nach oben: So legten Intel, Nvidia und Broadcom jeweils rund zwei Prozent zu. Marvell Technology gewannen 3,5 Prozent und Arm Holdings sprangen sogar um 10 Prozent hoch. Der britische Chipdesigner legt nachbörslich selbst seinen Quartalsbericht vor.
Für das Papier von Super Micro Computer ging es um 14 Prozent nach oben. Der Serverspezialist überzeugte ebenfalls mit seinem Quartalsbericht. Eine starke Nachfrage nach KI-Servern trieb den Umsatz hoch. Zudem meldete er Margenverbesserungen und überzeugte mit seinem Gewinnausblick.
Uber überzeugte ebenfalls mit seinem Quartalsbericht und gab eine besser als erwartete Buchungsprognose ab. Laut dem Fahrdienstvermittler dürfte eine robuste Nachfrage von US-Pendlern und Reisenden die Auswirkungen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten im laufenden Jahresviertel ausgleichen. Die Aktie gewann 6,8 Prozent.
Eine verbesserte Profitabilität im Streaming-Geschäft von Walt Disney sowie höhere Ausgaben von Gästen in den Resorts des Freizeitkonzerns und auf dessen Kreuzfahrten sorgten für Gewinne von gut sieben Prozent.
Kraft Heinz stiegen im frühen Handel um knapp vier Prozent. Der Ketchup-Hersteller überzeugte ebenfalls ergebnisseitig mit seinem Quartalsbericht.