US-Börsen zur Eröffnung mit Verlusten erwartet

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Iran-Sorgen und Inflation
 © AFP, ANGELA WEISS, Apa
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An den New Yorker Börsen wächst am Dienstag die Sorge der Anleger vor einer erneuten militärischen Eskalation in der Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. US-Präsident Donald Trump zufolge hängt die Waffenruhe nur noch am seidenen Faden. Das bremste die jüngste Rally. Die kürzlich veröffentlichten Verbraucherpreise zeigten zudem, dass der Iran-Krieg die Inflationsrate im April erneut nach oben getrieben hat.

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Der Dow Jones Industrial wurde vom Broker IG eine Dreiviertelstunde vor dem Auftakt knapp im Minus auf 49.690 Punkte taxiert. Etwas deutlichere Verluste erwartet er bei den anderen Leitindizes, die zuletzt mit einer Rekordrally besser abgeschnitten hatten. Die Indikation für den technologielastigen Nasdaq 100 lag 0,7 Prozent tiefer bei 29.104 Zählern.

In den vergangenen Wochen hätten Unternehmensberichte die geopolitischen Risiken eine Zeit lang verdrängt, hieß es am Markt. Von Seiten der Berichtssaison kamen am Dienstag aber vermehrt schlechte Nachrichten. Der Kurs von Zoominfo Technologies stürzte vorbörslich um mehr als ein Drittel ab, nachdem der Datensoftware-Anbieter unter seinen Anlegern mit einem enttäuschenden Ausblick Wachstumssorgen weckte.

Prozentual zweistellig waren auch die Kursverluste bei Gitlab, Under Armour und Hims & Hers Health. Das Tech-Unternehmen Gitlab sorgte mit angekündigten Stellenstreichungen für Aufsehen, während die beiden anderen Unternehmen aus dem Sportartikel- und Telemedizinbereich mit Gewinnausblicken die Erwartungen verfehlten.

Das Wasserstoff-Unternehmen Plug Power überzeugte seine Anleger hingegen mit den Zahlen zum ersten Quartal. Analysten lobten, dass große Kunden wie etwa Amazon und Walmart das Wachstum vorantrieben.

Die Aktien des Drohnen-Spezialisten Aevex legten nach positiven Äußerungen von Analysten um mehr als sechs Prozent zu. Seit dem Börsengang im April bleibt die Kursentwicklung aber durchwachsen. Gelobt wird das Wachstumspotenzial, doch es gibt auch kritische Stimmen zur derzeit hohen Abhängigkeit als Lieferant der Ukraine.

Auch Nachrichten zu Übernahmen bewegten. Ebay lehnte eine Offerte ab, die der Chef des Computerspielhändlers Gamestop angekündigt hatte. Beide Aktien reagierten mit Verlusten, bei Gamestop waren diese mit 2,5 Prozent etwas deutlicher.

Der Kurs von Wendy's dagegen schnellte um mehr als 16 Prozent hoch. Der "Financial Times" zufolge bemüht sich der bereits beteiligte Finanzinvestor Trian um die Unterstützung anderer Investoren für eine Übernahme der Fast-Food-Kette.

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