Wiener Börse im Verlauf moderat höher, ATX plus 0,3 Prozent

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Nach robust ausgefallenem US-Arbeitsmarktbericht
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Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag an die Vortageserholung vom Vortag angeknüpft. Nach einem verhaltenen Handelsstart näherte sich der ATX im Verlauf sogar wieder dem Rekordhoch der Vorwoche an. Zuletzt stand der Leitindex noch 0,33 Prozent im Plus auf 6.136,79 Punkten, womit sich ein kleiner Wochenverlust von 0,2 Prozent andeutet. Für den ATX Prime ging es um 0,27 Prozent auf 3.028,92 Zähler hinauf. Das europäische Umfeld tendierte ohne gemeinsame Richtung.

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Ein robust ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht brachte für die hiesigen Aktienkurse zunächst keine größeren Impulse. Zwar lag die Arbeitslosenquote in den USA im Mai wie erwartet bei 4,3 Prozent, das Stellenwachstum übertraf die Analystenprognosen aber deutlich. Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed würden angesichts der soliden Verfassung des US-Arbeitsmarktes in der Tendenz wohl verstärkt werden, resümierte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. Mit Blick auf den seit Monaten marktbestimmenden Nahostkonflikt blieb die Meldungslage ruhig. Die Ölpreise traten zuletzt auf der Stelle.

Unterstützung erhielt der ATX von den schwer gewichteten Finanzwerten. Erste Group setzte mit plus 1,6 Prozent ihre Vortageserholung fort. RBI markierte mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent ein neues Mehrjahreshoch. Dagegen kam voestalpine um 2,6 Prozent zurück, sie hatten in den Vortagen von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und entsprechend positiven Analystenreaktionen profitiert.

AT&S blieben stabil und widersetzten sich so dem schwachen europäischen Branchentrend. Marktbeobachter begründeten die Gewinnmitnahmen bei vielen Halbleiterwerten mit Nachwirkungen des am Mittwochabend veröffentlichten Broadcom-Ausblicks, der die hohen Erwartungen nicht erfüllt hatte.

Außerhalb des Leitindex notierten Semperit-Aktien zuletzt 1,3 Prozent höher auf 15,25 Euro. B&C-Geschäftsführer Patrick Lackenbucher kündigte im APA-Interview an, das Übernahmeangebot für die Semperit weder zu verlängern noch das Angebot von 15 Euro je Aktie anzupassen.

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