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Die jüngste Eskalation weckte die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern.
Am Mittag stand Europas Leitindex 0,5 Prozent tiefer bei 6.034 Punkten. Zu Handelsbeginn war das Börsenbarometer um bis zu 1,4 Prozent abgesackt, bevor es sich peu a peu erholte. Der deutsche Leitindex DAX gab um 0,4 Prozent auf 24.668 Punkte nach. Außerhalb des Euroraums büßte der Schweizer SMI zuletzt 0,3 Prozent auf 13.345 Zähler ein, während der britische FTSE-100 0,1 Prozent auf 10.368 Einheiten gewann.
Die Eskalation im Iran-Krieg belastete europaweit viele Branchen. Am stärksten traf es die konjunktursensiblen Baustoffwerte mit minus 1,6 Prozent. Unter den wenigen Gewinnen legten Öl- und Gaswerte um 0,8 Prozent zu. Die Ölpreise haben zuletzt als Reaktion auf die Eskalation im Iran-Krieg deutlich zugelegt.
Unter den Einzelwerten sorgten Übernahmepläne für Bewegung. So geht die Fusionswelle unter Italiens Banken weiter: Die Turiner Großbank Intesa Sanpaolo will ihre heimische Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena übernehmen. Bereits am Wochenende hatte die deutlich kleinere Banco BPM mitgeteilt, mit Monte dei Paschi zusammengehen zu wollen. Damit kündigt sich ein Bieterkampf um die einstige Krisenbank an, die vor neun Jahren vom italienischen Staat vor dem Untergang gerettet worden war.
An der Börse in Mailand zogen die Aktien von Banca Monte dei Paschi di Siena um fast zwölf Prozent an. Dagegen büßten die von Intesa Sanpaolo knapp drei Prozent ein. Für die Anteilsscheine von Banco BPM ging es um knapp zwei Prozent hoch.
In London schnellten die Aktien von Tate & Lyle um knapp 14 Prozent auf 558 Pence in die Höhe. Der US-Rivale Ingredion will den britischen Spezialzutatenhersteller übernehmen. Das in Westchester im US-Bundesstaat Illinois ansässige Unternehmen bietet insgesamt 615 Pence je Aktie. Die Anteile von Tate & Lyle liegen damit deutlich unter dem von Ingredion angebotenen Preis. Analysten führten dies auf Sorgen mit Blick auf die wettbewerbsrechtliche Genehmigung des Angebots zurück.