Europas Leitbörsen notieren zu Mittag mehrheitlich tiefer

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Halbleiterwerte geben weiter nach
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Europas Aktienmärkte haben am Freitag nachgegeben. Damit folgten sie den Vorgaben der Übersee-Börsen, die unter Verlusten in den Bereichen Halbleiter und Künstliche Intelligenz litten.

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"Die schwachen Quartalszahlen von Intel und die weiterhin enormen Investitionspläne von Amazon haben die Zweifel an der Rentabilität des KI-Booms erneut verstärkt", betonte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Hinzu kommt, dass Amazon auch im Konsumgeschäft hinter den Erwartungen zurückblieb."

Der Euro-Stoxx-50 sank zu Mittag um 0,8 Prozent auf 6.157,32 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,53 Prozent schwächer bei 25.902,63 Zählern. Außerhalb des Euroraums stieg dagegen der Schweizer Leitindex SMI um 0,29 Prozent auf 14.800,01 Zähler und profitierte damit von den Gewinnen der defensiven Schwergewichte. Auch der britische FTSE-100 hielt sich mit 0,19 Prozent auf 10.741,92 Punkte im Plus.

Schwächster Sektor waren die Technologiewerte. Sie litten damit unter den deutlichen Abgaben der Halbleiteraktien. Der Chipkonzern Intel hatte mit seiner Prognose für das laufende Quartal enttäuscht. Die Aktie lag vorbörslich 26 Prozent im Minus. Davon blieb auch das Sektor-Schwergewicht ASML nicht unberührt. Hier ging es um über fünf Prozent nach unten. Dagegen entzogen sich SAP einmal mehr der Schwäche des Technologiesektors und setzten ihre Aufwärtsbewegung fort.

Auch Bankaktien standen auf der Verliererseite. "NatWest kann mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen nicht erfüllen", merkte Lipkow dazu an. Die Aktie des britischen Instituts gab um sieben Prozent nach.

Besser sah es in defensiven Sektoren wie Nahrungsmittel und Pharma aus. Letztere profitierten von den Gewinnen von AstraZeneca, die um vier Prozent stiegen. Der Erfolg von Krebsmedikamenten hatte dem britischen Pharmakonzern auch im dritten Quartal überraschend deutliche Zuwächse beschert.

Zudem trieb ein positives Urteil in einem Glyphosat-Prozess die Aktien von Bayer um weitere 3,9 Prozent nach oben. Bereits am Donnerstag hatten sie kräftig zugelegt. Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri hatte in einem Glyphosat-Prozess zugunsten von Bayer geurteilt. Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von einem ermutigenden Gerichtserfolg.

Mit BP setzte sich die Reihe glänzender Quartalsberichte der Ölkonzerne fort. Die hohen Ölpreise und stark gestiegene Raffineriemargen hatten den Briten im dritten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Die BP-Aktie zog darauf leicht an.

Gut kamen auch die Zahlen des Rückversicherers Scor an. Die Analysten der kanadischen RBC attestierten dem französischen Unternehmen ein weiteres starkes Quartal. Die Aktie kletterte um 4,5 Prozent, auch andere Versicherungswerte waren gefragt.

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