US-Börsen zur Eröffnung mit moderaten Abgaben

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Verluste vor Zinsentscheid wegen Inflationssorgen
 © GETTY IMAGES NORTH AMERICA, SPENCER PLATT, APA
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Verstärkte Inflationssorgen haben am Mittwoch die New Yorker Börsen belastet. Vor der später erwarteten US-Zinsentscheidung hielten sich die Anleger im frühen Aktienhandel zurück nach zuletzt zwei Erholungstagen. Neben den anhaltenden Angriffen im Iran-Krieg und dem davon angetriebenen Ölpreis wurden unerwartet stark gestiegene Erzeugerpreise zur Belastung.

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Der Dow Jones Industrial gab eine halbe Stunde nach dem Auftakt um 0,5 Prozent auf 46.749 Punkte nach. Für den marktbreiten S&P-500 ging es um 0,3 Prozent auf 6.694 Zähler bergab. Auch der technologielastige Nasdaq Composite verlor 0,21 Prozent auf 22.433,41 Einheiten.

Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte WTI näherte sich der 100-Dollar-Marke, die bisher nur am Panik-Montag der Vorwoche überschritten worden war. Die Inflationssorgen wurden davon verstärkt, dass die Erzeugerpreise in den USA mit einem Anstieg um 3,4 Prozent die Erwartungen übertrafen. Beides rückt die Zinsentscheidung der Fed noch stärker ins Rampenlicht, die um 19.00 Uhr auf der Agenda steht. Eine ehemals noch diskutierte Zinssenkung gilt mittlerweile als ausgeschlossen.

Der Fokus der Anleger liegt daher vor allem auf Aussagen des scheidenden Notenbankchefs Jerome Powell im Anschluss an die Zinsentscheidung. Außerdem stehen Projektionen zur künftigen Zinsentwicklung, zur Wirtschaftsleistung und zur Inflation im Mittelpunkt des Interesses.

Die seit Wochen schwächelnden Aktien von Macys legten um fast acht Prozent zu. Der Warenhausbetreiber blieb mit seinen Umsatz- und Ergebniszielen für das laufende Jahr hinter den Analystenerwartungen zurück. Das Unternehmen selbst sprach von einem "vorsichtigen" Ausblick, da makroökonomische und geopolitische Faktoren die Ausgaben für Konsumgüter beeinflussen könnten.

Beim auf KI-Drohnensoftware spezialisierten Unternehmen Swarmer gab es einen weiteren Kurssprung von knapp 39 Prozent auf 43,01 US-Dollar. Die Aktien knüpften damit an den fulminanten Börsengang an. Der Ausgabepreis hatte bei 5 Dollar gelegen.

Für Netflix ging es um 0,4 Prozent auf 94,77 Dollar hoch. Die US-Bank Citigroup nahm die Bewertung mit einem Kursziel von 115 Dollar und einer Kaufempfehlung "Buy" wieder auf. Der Streamingriese könnte den operativen Ergebnisausblick (Ebit) erhöhen und mit den Margen im laufenden Jahr über den Konsensschätzungen landen, schrieb Analyst Jason Bazinet in seiner Neubewertung. Zudem rechnet er im Schlussquartal mit einer Anhebung der Abopreise. Mangels größerer Übernahmen steige auch das Potenzial für die Renditen der Aktionäre.

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