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Hintergrund sind Berichte, wonach die US-Regierung den Machthabern in Teheran offenbar einen 15 Punkte umfassenden Plan zur Beendigung des Krieges unterbreitet hat. In dieser Woche seien zwischen beiden Konfliktparteien bereits zweimal Vorschläge übermittelt worden, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Irans Militärführung wies unterdessen Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Krieges zurück.
"Der Markt preist die Möglichkeit eines diplomatischen Auswegs ein", schrieb in der Früh der Marktbeobachter Stephen Innes. Die Lage bleibe aber fragil und damit anfällig für weitere abrupte Korrekturen. Der dominierende Faktor für die Märkte bleibe der Ölpreis, solange die physischen Handelsströme durch die Straße von Hormuz eingeschränkt sind. Am Mittwoch rutschte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Mai zunächst wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar.
Auf Aktienseite erholten sich viele Branchenwerte, die zuletzt stark unter dem Nahost-Konflikt gelitten hatten. Dazu zählten die Aktien von Fluggesellschaften, bei denen sich der nachgebende Ölpreis auf der Treibstoffschiene entlastend auswirkte. Titel von American Airlines, United Airlines und Delta Air Lines legten zwischen zwei und vier Prozent zu.
Bedingt von einer Erholung der Marktpreise für Metall waren auch bei den Titeln der Minenkonzerne Newmont und Freeport-McMoran Kursanstiege um bis zu vier Prozent zu beobachten. Nach Einschätzung des Analysten Mark Haefele von UBS Global Wealth Management würden einige Anleger die aktuellen Notierungen am Goldmarkt als Einstiegskurse nutzen.
Für Gesprächsstoff sorgt ansonsten Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Laut einem Bericht des Portals "The Information" könnte noch diese Woche ein Prospekt veröffentlicht werden für einen der am meisten erwarteten Börsengänge des Jahres. Die Fantasie dafür ließ mit Rocket Lab und EchoStar andere Sektorwerte um bis zu sieben Prozent anziehen.
Gewinne von mehr als zwölf Prozent verbuchten im Technologiesektor die Anleger von ARM Holdings. Das eigentlich als Chipentwickler auftretende Unternehmen hat angekündigt, erstmals auch eigene Halbleiter verkaufen zu wollen. Das neue Geschäft solle innerhalb von fünf Jahren jährlich rund 15 Milliarden US-Dollar erwirtschaften, hieß es.