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Die Aktienkurse leiden unter einem erneuten Anstieg der Ölpreise, der eine weitere Verkaufswelle am Anleihemarkt auslöste. Die Renditen 30-jähriger Staatsanleihen wurden davon auf den höchsten Stand seit 2004 getrieben. Laut Simon Wiersma von der ING Bank entwickelt sich dies jetzt wieder zu einem "spürbaren Gegenwind für Aktien".
Außerdem rückt die Sorge vor einer höheren Inflation wieder in den Mittelpunkt. Die Warnung eines iranischen Vertreters, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten weiter eskalieren und auf noch mehr Regionen übergreifen könnte, hatte die Ölpreise zuletzt wieder in die Höhe getrieben. Zudem erwägt die US-Regierung einen Diesel-Exportstopp.
Die Gegenbewegung im Technologiesektor zeigte sich bei annähernd allen Mitgliedern aus der Gruppe der sogenannten Glorreichen Sieben ("Magnificent 7"). Lediglich die Meta-Aktie konnte um über ein Prozent weitere Zuwächse verzeichnen.
Aktien von Dropbox gehörten mit minus vier Prozent ebenfalls zu den Verlierern. Sie wurden von der Citigroup zum Verkauf empfohlen mit dem Argument des Experten Steven Enders, dass die Aktien zu viel vorweg genommen haben für die Chancen, die mit der KI-Strategie des Speicherplatzanbieters verbunden sind. Vor einigen Tagen hatte der Kurs das höchste Niveau seit der Frühphase des Börsengangs im Jahr 2018 erreicht.
Bei MGM Resorts gab es einen Rückschlag um fast zehn Prozent. Der bisher mit einem Minderheitsanteil beteiligte Medienkonzern People Inc hat seine Übernahmeofferte für die restlichen Anteile an der Hotel- und Casinokette zurückgezogen.
Eine positive Erscheinung sind die Aktien von Everpure, die um über 17 Prozent zulegten. Der ehemals unter dem Namen Pure Storage bekannte Anbieter von Flash-Speichern und Datenmanagement-Lösungen überzeugte die Anleger mit seinem mittelfristigen Umsatzausblick. Die entsprechende Zielsetzung für das Jahr 2028 liege über den Erwartungen, hieß es.