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In den USA haben unerwartet viele Menschen Arbeitslosenhilfe beantragt. In der vergangenen Woche wurden 231.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 212.000 Anträgen gerechnet. In der Woche zuvor waren 209.000 Anträge gestellt worden.
Im Fokus standen erneut Quartalszahlen, wobei die Enttäuschungen überwiegen dürften. So verloren die Aktien der Google-Mutter Alphabet rund drei Prozent. Hier monierten Experten eine Verdoppelung der geplanten Investitionen des Tech-Giganten 2026 im Vergleich zum Vorjahr.
Profiteur dieser hohen Investitionen von Alphabet in Künstliche Intelligenz könnte der Chip-Hersteller Broadcom sein, sagten Analysten. Broadcom-Aktien zogen um 5,8 Prozent an.
Die Aktien von Qualcomm brachen dagegen um 8,1 Prozent ein. Die globale Knappheit an Memory-Chips dürfte das Geschäft des Halbleiterkonzerns mit Chipsätzen für Mobilfunkgeräte belasten.
Die Papiere von Wolfspeed sackten um satte 18 Prozent ab. Der Produzent von Halbleitern für Elektromobilität prognostizierte für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal.
Beim US-Kosmetikkonzern Estee Lauder trüben höhere Investitionen in Marketing und Produktinnovationen sowie Belastungen durch Zölle die Gewinnaussichten. Die Titel rasselten um fast 19 Prozent hinab.
Doch es gab auch Lichtblicke. So gewannen etwa die Aktien von Bristol-Myers Squibb 4,2 Prozent. Sowohl mit der Umsatzprognose als auch mit dem Gewinnziel für dieses Jahr übertraf der Pharmakonzern die Erwartungen.