US-Börsen zur Eröffnung im Plus erwartet

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Nach starken Kursverlusten am Freitag
 © AFP, BRYAN R. SMITH, Apa
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Nach den starken Verlusten vom Freitag und vor den am Dienstag anstehenden Zwischenwahlen in den USA dürften die US-Börsen am Montag einen Erholungsversuch starten. Im Anlegerfokus dürften weiterhin die von KI-Sorgen umrankten Technologiewerte stehen. Nach US-Börsenschluss stehen die viel beachteten Quartalszahlen des iPhone-Konzerns Apple auf der Agenda.

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Rund eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Nasdaq 100 0,6 Prozent höher bei 28.564 Punkten. Am Freitag war der technologielastige Index nach negativen Geschäftsaussagen des Internetriesen Amazon und des Halbleiterherstellers Intel um rund dreieinhalb Prozent eingebrochen. Den Dow Jones Industrial erwartet IG am Montag 0,5 Prozent im Plus bei 52.012 Zählern. Der Standardwerte-Leitindex hatte am Freitag mehr als ein Prozent eingebüßt.

"Die jüngste Berichtssaison hat gezeigt, wie empfindlich die Investoren inzwischen auf hohe KI-Investitionen und enttäuschende Geschäftsausblicke reagieren", bemerkte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Die Investoren hätten die KI-Fantasie keineswegs aufgegeben, erwarteten jedoch zunehmend "handfeste Belege dafür, dass sich die milliardenschweren Investitionen auch wirtschaftlich auszahlen", so Lipkow.

Der US-Halbleiterkonzern Marvell Technology baut das KI-Infrastrukturgeschäft mit der Übernahme von Lumentum aus. Dabei wird für den Laserspezialisten ein Unternehmenswert inklusive Schulden von rund 115 Milliarden US-Dollar angesetzt. Der Kauf soll komplett mit Marvell-Aktien bezahlt werden. Die Lumentum-Aktie verlor im vorbörslichen Handel 5,9 Prozent. Der Marvell-Aktienkurs sank um 2,0 Prozent. Bereits in der Vorwoche waren entsprechende Übernahmespekulationen aufgekommen.

Oracle will neue Aktien im Volumen von rund 10 Milliarden US-Dollar ausgeben. Das geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hervor. Zudem begab das Unternehmen laut Kreisen Anleihen für 10 Milliarden Dollar. Der Softwarekonzern hatte vergangene Woche angekündigt, sich bis Mitte 2030 nur noch 20 Milliarden Dollar am Finanzmarkt zur Wachstumsfinanzierung beschaffen zu wollen. Die Oracle-Titel büßten vorbörslich 3,0 Prozent ein.

Die A-Aktien von Alphabet stiegen im vorbörslichen Handel um 1,1 Prozent. Der Google-Mutterkonzern startet Kreisen zufolge eine zweite Euro-Anleiheemission im laufenden Jahr und wolle damit die Investorennachfrage testen. Die Emission folgt auf die Quartalszahlen von Alphabet, die die Besorgnis über das Ausmaß der KI-Investitionen verstärkt und allein vergangenen Donnerstag fast 500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet hatten.

Die Anteilsscheine von Inovio Pharmaceuticals sprangen vorbörslich um 240 Prozent nach oben. Das Biotech-Unternehmen erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für Voceryq, eine Immuntherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit der Atemwegserkrankung rezidivierende respiratorische Papillomatose.

Die Papiere von Estée Lauder legten vorbörslich um 2,5 Prozent zu, nachdem der Kosmetikkonzern unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt und die jahresziele erhöht hatte. Dies sei ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sanierungsbemühungen des Unternehmens bei den Verbrauchern Anklang fänden, hieß es aus dem Markt.

Die Titel von Check Point Software fielen vorbörslich um 6,1 Prozent. Das Unternehmen hatte für das dritte Quartal einen Umsatz unter der durchschnittlichen Analystenschätzung gemeldet.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH

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