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Am Vortag hatte schon Alphabet die Befürchtung exzessiver KI-Ausgaben wieder angeheizt. Nun aber wurde die Talfahrt noch rasanter: Im frühen Handel sackte der Nasdaq-100 um rund 2,6 Prozent auf 28.634,09 Punkte ab. Er erreichte sein niedrigstes Niveau seit Anfang August. In der Oktober-Bilanz weitete der Tech-Leitindex sein Minus auf fast sechs Prozent aus. Der breiter gefasste Nasdaq Composite verlor 2,49 Prozent auf 25.533,172 Zähler.
Andere Indizes, die weniger technologielastig sind, schlugen sich etwas besser. Der S&P-500 fiel im Frühhandel um 1,46 Prozent auf 7.607,36 Punkte. Der Dow Jones gab 0,68 Prozent auf 51.988,87 Punkte nach.
Nach dem gestrigen Kursrutsch von Google-Mutter Alphabet zollt am Freitag mit Amazon der nächste Technologieriese den Sorgen am Markt wegen immenser KI-Investitionen Tribut: Im Frühhandel sackten die Aktien um 2,3 Prozent ab. Amazon beschleunigte im vergangenen Quartal zwar sein Umsatzwachstum in der Cloud-Sparte AWS. Einige Analysten hatten hier aber noch mehr erwartet. Auch die Aussichten für den Onlinehandel im wichtigen Weihnachtsgeschäft stellten nicht alle zufrieden.
Bei Intel müssen die Anleger sogar einen Kurseinbruch um gut ein Viertel verkraften. Der Chipkonzern sorgte mit seiner Prognose für das Schlussquartal für eine herbe Enttäuschung. Das Umsatzziel bleibe selbst hinter den pessimistischsten Schätzungen zurück, merkte UBS-Analyst Timothy Arcuri an. Intel leidet darunter, dass wegen des explosiven Anstiegs der Speicherpreise weniger PCs verkauft werden. Hinzu kommen Lieferketten-Probleme bei Chips für Rechenzentren, bei denen es eine hohe Nachfrage gibt.
Der Halbleiter- und Speichermedienhersteller Sandisk konnte trotz eines insgesamt starken Zwischenberichts und überraschend hoher Ziele für das laufende Quartal der Branchenstimmung nicht trotzen: Die Anteile büßten zuletzt 8,3 Prozent ein. Auch andere Titel aus der Branche gaben stark nach. So verloren AMD und ARM Holdings jeweils um die 9 Prozent.
Mit dem Elektroautobauer Rivian gab es aber auch positive Nachrichten aus der Technologiebranche. Dank einer überraschend guten Umsatzentwicklung und der nach oben hin eingeengten Absatzprognose legten die seit Jahresbeginn gebeutelten Aktien um 6,6 Prozent zu. Die US-Bank Jefferies reagierte mit einer Kaufempfehlung auf die Geschäftsaussagen.
Auch der Ölriese Chevron konnte mit übertroffenen Erwartungen punkten, wie das Kursplus von 1,9 Prozent belegte. Er profitierte im dritten Quartal von den kräftig gestiegenen Preisen für Rohöl und deutlich höheren Raffineriemargen.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU