Wiener Börse legt am Vormittag leicht zu

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Stabilisierung nach Korrektur der Technologieaktien am Freitag
 © Roland Schlager, Apa
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Die Wiener Börse ist am Montag gut behauptet in die Woche gestartet. Der ATX hielt gegen 10.20 Uhr mit einem Plus von 0,45 Prozent bei 6.448,73 Punkten. Auch andere Börsen in Europa konnten im Frühhandel leicht zulegen. Nach der Korrektur der Technologieaktien am Freitag stabilisierten sich die Märkte damit etwas. Viele Marktteilnehmer dürften derzeit den Ausgang der US-Kongresswahlen am Dienstag abwarten. Unterstützt wurden die Märkte von einem deutlichen Ölpreisrückgang.

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Im Vormittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent am Terminmarkt knapp 109 US-Dollar und damit rund 4 Prozent weniger als am Freitag. Grund dafür ist ein Medienbericht über die diplomatischen Bemühungen von US-Präsident Donald Trump im Konflikt mit dem Iran, die Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpften.

Die größten ATX-Gewinner waren im Frühhandel DO&CO mit einem Plus von 3,1 Prozent. Gut gesucht waren auch Aktien aus der Baubranche, so legten Strabag, Wienerberger und Porr jeweils rund um die 2 Prozent zu. Unter den größeren ATX-Gewinnern fanden sich auch RBI mit einem Plus von knapp 2 Prozent.

Die größten Indexverlierer waren Lenzing mit einem Minus von 1,9 Prozent. OMV-Aktien fielen um 1,3 Prozent. Auch an anderen Börsen fanden sich Aktien aus der Ölbranche vor dem Hintergrund der Ölpreiskorrektur unter den größeren Verlierern.

Aktien der Erste Group fielen trotz neuer Kaufempfehlungen um 0,6 Prozent auf 107,80 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank und von Barclays haben ihre Empfehlungen für die Titel in Reaktion auf die vergangene Woche gemeldeten Quartalszahlen bestätigt. Die Barclays-Experten haben gleichzeitig ihr Kursziel leicht von 136 auf 137 Euro erhöht. Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel von 131 Euro unverändert belassen.

Abseits des prime market gab es Nachrichten zum Übernahmeangebot für Steyr Motors. Der Vorstand und der Aufsichtsrat des oberösterreichischen Motorenherstellers empfehlen den Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots der US-amerikanischen Red Cat. Man halte den angebotenen Preis von 39,00 Euro je Aktie in bar für fair und attraktiv, teilte das Unternehmen am Montag mit. An der Wiener Börse zeigten sich Steyr-Aktien am Vormittag kaum verändert mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 35,50 Euro.

Impulse für die Börsen könnte jetzt der ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA am Nachmittag bringen. "Regionale Fed-Umfragen deuten auf eine wenig veränderte Stimmung hin", erwarten die Analysten der Helaba. Mit Spannung werden an den Börsen auch die am Abend anstehenden Apple-Quartalszahlen und der Ausgang der US-Kongresswahlen am Dienstag. Sollten die Republikaner ihre Mehrheit im Kongress nicht verteidigen können, stelle sich die Frage, ob US-Präsident Donald Trump diese Niederlage akzeptieren wird, so die Helaba-Experten.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER

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