US-Börsen zur Eröffnung deutlich erholt, Dow Jones +2,7 %

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Waffenruhe in Nahost treibt Erholung kräftig an
 © AFP, CHARLY TRIBALLEAU, Apa
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Die Waffenruhe im Iran-Krieg hat nach kräftigen Kursanstiegen in Asien und Europa auch an den US-Börsen für deutliche Gewinne gesorgt. An den Märkten herrscht Erleichterung über die massiv gefallenen Ölpreise, da die vom Iran blockierte Straße von Hormuz wieder geöffnet werden soll. Diese wichtige Meerenge ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Rohöl- und Erdgastransport.

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Der Dow Jones Industrial notierte knapp eine halbe Stunde nach Sitzungsauftakt um 2,70 Prozent höher auf 47.841,91 Punkten. Der marktbreite S&P-500 gewann 2,26 Prozent auf 6.766,18 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 2,88 Prozent auf 22.651,90 Einheiten hinauf. Dagegen sackte der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni um fast 17 Prozent auf 91,14 US-Dollar ab.

Kurz vor dem Ablauf des jüngsten Ultimatums von US-Präsident Donald Trump hatten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormuz geeinigt. Auch Israels Armee bestätigte, die Angriffe auf Ziele im Iran ausgesetzt zu haben. Zugleich meldeten allerdings Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran, während der Iran Explosionen am Persischen Golf meldete.

"Marktseitig hat sich das Narrativ eines US-Präsidenten, der wilde Drohungen aussendet, diese aber nicht umsetzt, erneut bestätigt", sagte DZ-Bank-Analyst Sören Hettler. Für nachhaltige Euphorie sei es aber noch zu früh. "Die Positionen der beteiligten Parteien liegen trotz des positiven Signals noch weit auseinander, weshalb die Lage weiter fragil bleibe.

Mit Blick auf das Branchentableau waren zahlreiche Verlierer des Nahost-Kriegs gesucht, insbesondere Industrie- und zyklische Konsumgüter sowie die Aktien von Fluggesellschaften. Die wenigen bisherigen Gewinner, die Öl- und Gaswerte, gaben dagegen kräftig nach.

So büßten Chevron, ExxonMobil, ConocoPhillips oder auch Occidental Petroleum um bis zu 10,5 Prozent ein. Unter den Fluggesellschaften legten American Airlines und United Airlines um bis zu 14 Prozent zu. Delta Air Lines stiegen um zwölf Prozent.

Letztgenanntes Unternehmen hat zudem über ihr abgelaufenes Quartal berichtet. Für das erste Jahresviertel meldete die Airline zwar gestiegene Umsätze, aber einen Verlust, nachdem es im Vorjahr noch einen Gewinn erzielt hatte. Für das zweite Quartal rechnet Delta jedoch wieder mit einem Gewinn bei gleichzeitigem Umsatzwachstum. Eine Jahresprognose wagte Delta aber nicht.

Levi Strauss stand im Fokus, da der Jeanshersteller nach einem starken ersten Quartal seine Jahresziele anhob. Die Aktie zog um zehn Prozent an.

Super Micro Computer gewannen gut fünf Prozent, so wie allerdings auch zahlreiche weitere Aktien von Unternehmen der Tech-Branche. Der Hersteller von Hochleistungsservern und IT-Infrastruktur für Rechenzentren leitete eine interne Untersuchung ein, um die Umstände von Serververkäufen nach China zu untersuchen.

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