US-Börsen wegen Inflationssorgen überwiegend leichter

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Oracle-Zahlen stützen Technologiewerte
 © APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT
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Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch angesichts der wegen des Iran-Kriegs steigenden Ölpreise überwiegend tiefer geschlossen. Zum Handelsende stand der Dow Jones Industrial um 0,61 Prozent tiefer auf 47.417,27 Punkten. Der marktbreite S&P-500 büßte 0,08 Prozent auf 6.775,80 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es nach gut aufgenommenen Zahlen von Oracle um 0,08 Prozent auf 22.716,13 Einheiten hinauf.

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Im Fokus steht unverändert die faktisch gesperrte Straße von Hormuz. Irans Militärführung hat jedes Schiff und jede Ölladung für die USA, Israel und ihre Partner in der für den weltweiten Handel wichtigen Meerenge als legitimes Ziel von Angriffen bezeichnet.

Die Sperrung hält die Preise von Energieträgern wie Rohöl und Flüssiggas auf hohem Niveau, obwohl die Internationale Energieagentur als Reaktion auf den Iran-Krieg eine Rekordmenge strategischer Ölreserven freigeben will. Damit droht der weiter hohe Ölpreis unverändert die Inflation anzuheizen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum zu bremsen. Aktien sind angesichts dieses Szenarios Experten zufolge mit hohen Risiken verbunden.

Gleichwohl profitierten Ölwerte von den aktuell hohen Ölpreisen. So stiegen Chevron und Exxon Mobil um bis zu drei Prozent.

Nahe der S&P-500-Spitze kletterten Oracle um 9,2 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen habe mit dem beschleunigten Wachstum "geliefert", schrieb Analyst Mark Murphy von der Investmentbank JPMorgan. Er nahm die guten Nachrichten zum Anlass, die Aktien hochzustufen. Denn nach den zuletzt hohen Kursverlusten sei das Verhältnis von Chancen zu Risiken nun attraktiver geworden.

Freude kam bei den Aktionären des Uniformverleihers Unifirst auf. Der Bekleidungshersteller Cintas will Unifirst übernehmen und zahlt 310 US-Dollar je Aktie in bar sowie eigenen Papieren. Deren Kurs schnellte um 6,6 Prozent auf knapp 275 Dollar nach oben. Cintas machten anfängliche Verluste schnell wett und stiegen um 1,1 Prozent.

Daten zur Inflation im Februar gerieten in den Hintergrund. Die Inflationsrate lag in den Vereinigten Staaten wie von Analysten geschätzt bei 2,4 Prozent. Dabei wirkten sich Kosten für Energie noch dämpfend auf die allgemeine Preisentwicklung aus, da sich die Folgen des Iran-Kriegs mit den deutlich gestiegenen Ölpreisen erst in den kommenden Monaten zeigen werden.

Folglich sei das Februar-Datenmaterial in Anbetracht des im Zuge des Iran-Krieges gestiegenen Ölpreises ohnehin nicht mehr von allzu großer Bedeutung, schrieb der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Wegen der Benzinpreisanstiege dürfte die Inflationsrate im März wieder ansteigen, erwartet der Ökonom.

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