US-Börsen starten schwächer, Iran-Krieg belastet

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Dow Jones verliert 0,67 Prozent - Stark gestiegener Ölpreis belastet
 © APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
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Der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Ölpreise haben auch die US-Anleger am Montag in die Defensive getrieben. Ein groß angelegter Ausverkauf an der Wall Street blieb jedoch aus. Wie bereits in Europa verkaufen Investoren vor allem ihre Tourismuswerte wie Aktien von Hotelketten oder Airlines. Gefragt sind dagegen Öl- und Rüstungspapiere.

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Der Dow Jones gab im Frühgeschäft 0,67 Prozent auf 48.651 Einheiten ab. Mitte Februar war der wohl weltbekannteste Börsenindex noch erstmals über 50.500 Punkte geklettert. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel 0,62 Prozent auf 22.511 Punkte. Beim breit gefassten S&P-500 gab es ein Minus von 0,62 Prozent auf 6.836 Punkte zu sehen.

Größter Stimmungsdämpfer ist zunächst die Entwicklung der Ölpreise. In der Nacht auf Montag stiegen die Notierungen für Brent-Öl aus der Nordsee und Rohöl aus den USA in den ersten Handelsminuten um jeweils mehr als zehn Prozent. Im Verlauf dämmten sie die Zuwächse aber auf etwas mehr als fünf Prozent nun ein. In der Spitze erreichte Brent-Öl den höchsten Stand seit Juli 2024 und US-Öl den höchsten Stand seit Juni 2025. Damals hatte das US-Militär bereits den Atombunker des Iran angegriffen.

Im Fokus steht zudem die durch Gegenschläge des Iran bedrohte Sicherheit der Straße von Hormuz, einer der wichtigsten Adern der Weltwirtschaft. Durch sie strömten zwischen 20 und 30 Prozent der globalen Öl- und Gasversorgung, schrieb Matthew Lofting von JPMorgan. Für Ölwerte wie Exxon Mobil und Occidental Petroleum ging es aufwärts um jeweils zwei Prozent.

Stark gefragt waren auch die Aktien von Lockheed Martin mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent. Der Konzern beliefert die US-Armee mit dem THAAD-Raketenabwehrsystem. In Europa waren bereits die Aktien des britischen Zulieferers der Infrarot-Zielerfassung der Lenkflugkörper des Sytems enorm gefragt. In den ersten Angriffen gegen den Iran im Juni 2025 seien Medienberichten zufolge zwischen 15 und 25 Prozent des gesamten THAAD-Arsenals gebraucht worden, um iranische Raketen gegen Israel abzufangen, erklärte der JPMorgan-Experte David Perry. Nun dürfte das Verschleißtempo weitaus höher liegen.

Deutlich unter Druck stehen Aktien von US-Hotelketten wie Marriott, Hilton und Wynn mit Kursabschlägen zwischen drei und 4,2 Prozent. Die Werte der Fluglinien Delta, United und Southwest büßten bis zu 3,4 Prozent ein. Die Anleger sorgen sich um Flugstreichungen, operative Behinderungen, steigende Ölpreise und eine möglicherweise geringere Nachfrage.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU

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