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Der am Samstag mit Angriffen der USA und Israels gestartete Iran-Krieg weitet sich nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ayatollah Ali Khamenei immer weiter aus. Die libanesische Hisbollah-Miliz feuerte in der Nacht auf Montag Raketen auf Israel ab und greift damit an der Seite Teherans in den Kampf gegen den Erzfeind ein. Die USA und Israel setzen ihre Angriffe im Iran fort - auch die Gegenangriffe Teherans auf Israel und Golfstaaten rissen nicht ab.
Der Iran hatte bereits am Wochenende den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge in der ölreichen Region am Persischen Golf.
Da Japan als rohstoffarmes Land von Energieimporten besonders abhängig ist und höhere Ölpreise schnell zu spüren bekommt, reagierte Anleger nervös. Der Leitindex japanische Nikkei 225 schloss am Montag mit 58.057,24 Punkten und damit 1,3 Prozent im Minus.
In China war das Bild durchwachsen. Während der von Technologiewerten stärker geprägte Hang Seng in der Sonderverwaltungszone Hongkong um gut zwei Prozent nachgab, legte der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen um 0,4 Prozent zu. Anleger schauen bereits auf den Beginn des chinesischen Volkskongresses später in dieser Woche. Sie erhoffen sich Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft des Landes.
Der australische ASX hielt sich knapp in der Gewinnzone. Hier stützten Energie- und Rohstoffaktien, die vom Anstieg der Öl-, Gas- und Metallpreise profitierten.