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Der Angriff der USA und Israels auf den Iran schickt den Aktienmarkt in Europa zum Wochenauftakt auf Talfahrt. Am Samstag hatten Israel und die USA den Iran angegriffen und dabei unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, den Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei, getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
Ein Blick zurück auf die vergangenen 40 Jahre zeige, dass die Dauer militärischer Konflikte entscheidend sei für die Verluste an den Finanzmärkten, schrieb Stratege Scott Chronert von der Citigroup. Die Aussagen der US-Regierung deuteten darauf hin, dass diese eine "kurze Aktion" präferiere. Viel hänge allerdings davon ab, ob ein Weg zu Verhandlungen gefunden werden kann und ob weitere Staaten in den Konflikt hineingezogen werden.
Betroffen von Verlusten ist vor allem die Reise- und Touristikbranche. Die Werte von TUI verloren rund 8 Prozent, Lufthansa gaben um 2,75 Prozent nach. Der starke Ölpreisanstieg belastet zudem Papiere aus dem Chemiesektor. So sanken BASF, Evonik, Wacker Chemie und Lanxess etwa um mehr als zwei Prozent. Höhere Kosten für Öl drohen die Gewinne zu schmälern. Auch Bankenwerte zeigten sich im Minus, so etwa die Deutsche Bank (minus 3,68 Prozent) oder die Commerzbank (minus 3,09 Prozent).
Die Papiere aus der Rüstungs- sowie der Energiebranche profitieren hingegen von der Nachrichtenlage. So legten die Kurse von Rheinmetall, Hensoldt, Renk und des Marineschiffbauers TKMS sowie Eni, Total und RWE gegen die allgemeine Marktschwäche teils kräftig zu.