
von
Der Dow Jones Industrial schloss 1,05 Prozent tiefer bei 48.977,92 Punkten. Damit summierte sich für den wohl weltbekanntesten Börsenindex ein Wochenverlust von rund 1,3 Prozent. Die Monatsbilanz ist mit einem Plus von 0,2 Prozent aber leicht positiv. Der marktbreite S&P 500 büßte am Freitag 0,43 Prozent auf 6.878,88 Zähler ein.
Für den Nasdaq Composite ging es um 0,92 Prozent auf 22.668,21 Punkte abwärts. Er hatte bereits am Donnerstag deutlich unter den negativ aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia gelitten.
Finanzwerte wurden zum Wochenausklang am meisten gemieden. So verbuchten die Papiere von American Express, Goldman Sachs und JPMorgan Kursrückgänge zwischen 1,9 und 7,9 Prozent und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten.
Ansonsten stand vor dem Wochenende das wahrscheinliche Ende des Bieterkampfs um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien des Medienkonzerns verloren 2,2 Prozent, nachdem der Streamingriese Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu erhöhen, da das Geschäft dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre. Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat zuvor den Vorzug gegeben hatte.
Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von 13,8 beziehungsweise knapp 21 Prozent auf die jüngste Entwicklung. Experten begrüßten den Ausstieg von Netflix. Jefferies-Analyst James Heaney traut Netflix auch ohne den Zukauf bis 2030 jährliche Umsatz-und Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20 Prozent zu.
Die Anteilscheine von Dell sprangen um 22 Prozent auf den höchsten Stand seit November. Der Hersteller von Computern und Speichersystemen hatte im vergangenen Quartal eine durchwachsene operative Margenentwicklung verzeichnet. Doch die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr übertrafen die Erwartungen. Dies galt insbesondere für den Erlösausblick für KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an, sein Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar aufzustocken.
Die Aktien von Duolingo brachen um 14 Prozent ein, nachdem das Unternehmen für Sprachlernsoftware einen unerwartet trüben Jahresausblick vorgelegt hatte. Zudem stuften mehrere Analysehäuser die Aktien herunter.
Zscaler verloren 12,2 Prozent. Die Ergebnisse des Sicherheitssoftware-Unternehmens für das zweite Geschäftsquartal seien als nicht stark genug angesehen worden, um die zuletzt negative Stimmung gegenüber der Branche umzukehren, hieß es zur Begründung.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS