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Nach Trumps Ankündigung von Strafzöllen gegen acht europäische Länder im Streit um Grönland stand zur Wochenmitte zunächst die Rede des Präsidenten in Davos im Fokus, in der er an seinen Plänen festhielt. Zum Schutz der Welt müsse Grönland von den USA übernommen werden, sagte Trump erneut. Gewalt werde er dafür aber nicht anwenden. Er forderte stattdessen "sofortige Verhandlungen". Mit wem, sagte er nicht. "Wir brauchen es für die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit."
Neben Trump in Davos setzen am Aktienmarkt Unternehmen mit Quartalszahlen Akzente. Bei den Netflix-Aktien lastet ein enttäuschender Margenausblick schwer auf den Papieren. In einem Umfeld, das nach den jüngsten Kursverlusten wegen der Politik von US-Präsident Donald Trump zumindest eine vorsichtige Stabilisierung verspricht, sackten die Titel des Streaminganbieters im Frühhandel um 3,7 Prozent ab.
Netflix hatte am Vorabend nach US-Börsenschluss Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Das Quartal sei eigentlich stark gewesen. "Doch die Märkte blicken nicht lange in den Rückspiegel", betonte Analyst Matt Britzman vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown mit Verweis auf den enttäuschenden Margenausblick.
Der US-Konzern Johnson und Johnson schloss dank neuer Arzneien und einem florierenden Geschäft mit Medizintechnik das vergangene Jahr mit einem Umsatz- und Gewinnplus ab. Für 2026 peilt Konzernchef Joaquin Duato trotz der jüngst mit der US-Regierung vereinbarten Regelung über Arznei-Rabatte weitere Steigerungen an. Allerdings fiel der Umsatz 2025 mit plus 6 Prozent etwas geringer als von Experten erwartet aus. Die Aktie geriet unter Druck und notierte als Dow-Schlusslicht 1,3 Prozent im Minus.
Höhere Prämien und gute Finanzgeschäfte brachten dem US-Versicherer Travelers 2025 mehr Gewinn ein. Analysten hatten im Schnitt mit höheren Schäden und weniger Profit gerechnet. Die Titel von Travelers gewannen 0,8 Prozent.
Für die Anteilsscheine von Halliburton ging es um 4,8 Prozent nach oben, nachdem das Fracking-Unternehmen für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie gemeldet hatte, der die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatte.
Die Titel von Kraft Heinz fielen um 5,2 Prozent. Wie aus einer Pflichtmitteilung des Lebensmittelunternehmens hervorgeht, könnte die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway bald einen Teil oder die gesamte Beteiligung an dem Ketchup-Hersteller verkaufen.
Die Aktien von United Airlines verteuerten sich um 2,9 Prozent, nachdem die Fluggesellschaft mit ihren Geschäftszahlen zum vierten Quartal die durchschnittlichen Marktschätzungen übertroffen hatte und für 2026 mit einer starken Nachfrage von kaufkräftigen Inlandsreisenden und internationalen Passagieren rechnet.