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Der Dow Jones verlor in den ersten Handelsminuten 0,55 Prozent auf 45.969,34 Punkte. Für den S&P-500 ging es um 0,69 Prozent auf 6.578,81 Einheiten hinab. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 0,93 Prozent auf 21.946,60 Zähler.
Bereits zur Wochenmitte hatten überraschend deutlich gestiegene Erzeugerpreise und Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell, wonach Zinssenkungen ohne Fortschritte bei der Bekämpfung der Teuerung ausbleiben könnten, kräftig auf die Stimmung gedrückt.
Die Stimmung werde von Risikoaversion dominiert, kommentierte Mathieu Racheter, Leiter der Aktienstrategie bei der Schweizer Privatbank Julius Bär. Die Märkte hätten weiterhin eine brisante Mischung aus geopolitischen Entwicklungen und Signalen der Zentralbanken zu verdauen, und "die erneute Eskalation im Nahen Osten lässt die Stagflationsängste wieder aufleben, gerade, als sich die Anleger bis März allmählich mit der Inflationsentwicklung abgefunden hatten".
Der Öl- und Gasriese Shell berichtete, dass bei einem iranischen Angriff auf Katar die Gasaufbereitungsanlage "Pearl" beschädigt worden sei. Zudem war über der saudischen Ölraffinerie Samref nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Rohöl der Sorte Brent kostete zuletzt mehr als 110 US-Dollar.
Die seit Jahresbeginn gut gelaufenen Aktien von Micron Technology büßten zum Handelsauftakt 8,2 Prozent ein. Am Mittwoch nach Börsenschluss hatte der Speicherchipspezialist überraschend gute Umsatz- und Gewinnkennziffern für das vergangene Quartal berichtet. Auch die Ziele für das laufende Quartal übertrafen die Erwartungen. Die hohe Halbleiternachfrage im Zuge des KI-Booms fordert aber auch höher als erwartete Ausgaben für den Ausbau der Produktionsanlagen, was am Markt nicht gut ankam.
Bei den in New York gelisteten Anteilsscheinen von Alibaba mussten die Anleger einen Kursrückgang von über neun Prozent verkraften. Der chinesische Technologieriese erzielte im vergangenen Quartal einen enttäuschend geringen Umsatzanstieg, während der Nettogewinn um gut zwei Drittel einbrach.
Bergbautitel wurden von sinkenden Edel- und Industriemetallpreisen belastet. Für Freeport-McMoran ging es um über sechs Prozent hinab und bei Newmont Mining war ein Kursrutsch von 7,2 Prozent zu sehen. Die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa büßten über acht Prozent ein.
Nach der Schlussglocke an den US-Börsen steht noch der Quartalsbericht des Logistikriesen FedEx auf der Agenda. Die Aktien verloren zunächst 1,1 Prozent.