US-Börsen sehr schwach, Dow Jones büßt 1,4% ein

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Wall Street vor negativer Wochen- und Monatsbilanz
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Die wichtigsten US-Aktienmärkte haben am Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Negative Impulse lieferten die US-Erzeugerpreise, die deutlicher als erwartet zulegten und der Notenbank Fed damit Argumente gegen Zinssenkungen lieferten.

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Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 1,39 Prozent auf 48.813 Punkte. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund 1,8 Prozent an. Auch die Monatsbilanz wäre mit minus 0,4 Prozent negativ. Der marktbreite S&P 500 büßte am Freitag 0,72 Prozent auf 6.859 Zähler ein.

Für den Nasdaq Composite ging es um 0,86 Prozent auf 22.680 Punkte abwärts. Er hatte am Donnerstag deutlich unter den negativ aufgenommenen Geschäftszahlen des KI-Chip-Riesen Nvidia gelitten. Für die Woche und den Monat Februar drohen dem technologielastigen Index Abschläge von 0,7 beziehungsweise 2,8 Prozent.

Im Dow Jones rutschten die Papiere von American Express um 6,4 Prozent und lagen damit am Ende des wohl weltbekanntesten Börsenindex. Goldman Sachs und Salesforce gaben jeweils mehr als vier Prozent nach. Nike verbilligten sich um drei Prozent.

Vor dem Wochenende steht das wahrscheinliche Ende des Bieterkampfes um Warner Brothers im Fokus. Die Aktien des Medienkonzerns verloren 1,7 Prozent, nachdem der Streamingriese Netflix mitgeteilt hatte, seine Offerte nicht zu erhöhen, da der Deal dann finanziell nicht mehr attraktiv wäre. Damit ist der Weg für den Warner-Rivalen Paramount frei, dessen neuem, aufgebesserten Angebot der Warner-Verwaltungsrat zuvor den Vorzug gegeben hatte.

Die Titel von Netflix und Paramount reagierten mit Kursgewinnen von 8,6 und 8,7 Prozent positiv auf die jüngste Entwicklung. Experten begrüßten den Ausstieg von Netflix. Jefferies-Analyst James Heaney traut Netflix auch ohne den Zukauf bis 2030 jährliche Umsatz-und Ergebnissteigerungen von mindestens zehn beziehungsweise 20 Prozent zu.

Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta warnte die Unternehmen indes, dass es eine Wettbewerbsprüfung geben werde. Eine Übernahme von Warner durch Paramount sei noch keine ausgemachte Sache. Auch die Wettbewerbshüter in Washington werden den Deal angesichts seiner Dimension unter die Lupe nehmen.

Die Anteilsscheine von Dell sprangen um mehr als 18 Prozent hoch. Der Hersteller von Computern und Speichersystemen berichtete für das vergangene Quartal eine durchwachsene operative Margenentwicklung. Doch die Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr übertrafen die Erwartungen. Dies galt insbesondere für den Umsatzausblick für KI-Server. Zudem kündigte das Unternehmen an, sein Aktienrückkaufprogramm um zehn Milliarden US-Dollar aufzustocken.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT

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