Europas Leitbörsen am Vormittag überwiegend tiefer

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++ ARCHIVBILD ++ Tech-Werte schwach - Öl- und Pharamaaktien gesucht
 © DPA, Andreas Arnold, Apa
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag überwiegend mit Abgaben eröffnet. Höhere Ölpreise sowie schwache Vorgaben von den Börsen in den USA und Asien belasteten. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,90 Prozent auf 6.151,10 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 0,47 Prozent schwächer bei 25.918,34 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,31 Prozent auf 10.755,43 Einheiten, ihn stützten einige Schwergewichte aus defensiven Sektoren.

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Unter Druck kamen die Technologiewerte. Im Euro-Stoxx rangierten Infineon, ASML, Siemens Energy und Nokia mit Verlusten zwischen 3,4 Prozent und 5,1 Prozent ganz unten.

"An den internationalen Aktienmärkten ziehen sich die Anleger immer mehr aus Halbleiter- und KI-Werten zurück", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets an. "Nach den Quartalszahlen von Alphabet und Meta haben nun auch Amazon und Intel die Zweifel an den hohen Erwartungen an den Technologiesektor verstärkt."

Gesucht waren dagegen Ölwerte. Eni und Total Energies gewannen jeweils knapp ein Prozent. Die Ölpreise stiegen angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit April. Seit längerem wird über mögliche neue Angriffe der USA und Israels gegen den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die an diesem Dienstag stattfinden.

BP traten lediglich auf der Stelle, obwohl der britische Ölkonzern wegen der hohen Ölpreise und stark gestiegener Raffineriemargen einen Gewinnsprung vermeldet hatte. Demnach schnellte der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn in den drei Monaten bis Ende September von 2,21 auf knapp 8,5 Mrd. US-Dollar (knapp 7,6 Mrd. Euro). Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet.

Gefragt waren zudem Pharmawerte. Astrazeneca stiegen nach Zahlen um 2,8 Prozent und setzten damit die Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen fort. Die Analysten von Jefferies sprachen von einem besser als erwarteten Quartalsbericht. Die Umsätze hätten leicht, die Gewinne klar über den Schätzungen gelegen. Dabei habe sich das Geschäft mit Krebsmedikamenten weiterhin stark entwickelt. Die operative Marge liefere eine gute Grundlage für 2027.

Zudem trieb ein positives Urteil in einem Glyphosat-Prozess die Aktien von Bayer an der DAX-Spitze um weitere 3,5 Prozent nach oben. Bereits am Donnerstag hatten sie kräftig zugelegt. Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri hatte in einem Glyphosat-Prozess zugunsten von Bayer geurteilt. Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von einem ermutigenden Gerichtserfolg.

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