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Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,64 Prozent auf 6.207,07 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 1,31 Prozent fester bei 26.039,68 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,26 Prozent auf 10.722,07 Einheiten. Für den Schweizer SMI ging es indes auf ein Rekordhoch hinauf. Er steigerte sich um 1,21 Prozent auf 14.756,86 Punkte.
Die EZB ließ die Leitzinsen im Euroraum trotz erhöhter Inflation erwartungsgemäß unverändert. "Die Zinspause ist richtig", schrieb Michael Heise, Chefökonom des Vermögensverwalters HQ Trust. Die EZB könne sich die Zeit nehmen, um die Inflationsentwicklung bis zur kommenden Sitzung abzuwarten und zu bewerten. Bereits am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen stabil gehalten.
Unter den besten Werten waren weiterhin Ölaktien vertreten. Die hohen Ölpreise hatten Branchengrößen wie Shell und TotalEnergies glänzende Zahlen beschert. So hatte Shell den Gewinn verdoppelt und will weitere milliardenschwere Aktienkäufe vornehmen. Gleiches war TotalEnergies beim Gewinn gelungen. Aktien von Shell gewannen über 2,1 Prozent, TotalEnergies 1,2 Prozent.
Schwach waren hingegen Banken. Enttäuschende Quartalszahlen der spanischen BBVA und der niederländischen ING belasteten den Sektor. Ihre Aktien gaben um 2,6 Prozent beziehungsweise zwei Prozent nach. Auch Aktien von Lloyds schwächelten nach ihren Zahlen zum dritten Quartal mit minus fünf Prozent. Die leichten Gewinne der Aktien von Societe Generale, die nach soliden Zahlen um 0,7 Prozent zulegten, traten dabei in den Hintergrund.
Gut gesucht waren Adidas. Die Aktien stiegen nach detaillierten Quartalszahlen um 5,8 Prozent. Der Sportartikelhersteller hatte die vorläufigen Zahlen für das dritte Jahresviertel sowie die unlängst erhöhte Prognose bestätigt. Analyst Piral Dadhania von der Bank RBC sieht im dritten Quartal eine Fortsetzung der global starken Trends.
Air Liquide legten um 1,8 Prozent zu. Die US-Bank JPMorgan lobte das organische Umsatzwachstum des Gasekonzerns. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 7,26 Milliarden Euro. Das ist mehr, als Analysten erwartet hatten.
Einen Hoffnungsschimmer im Autosektor brachten die Zahlen von Renault. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem soliden Quartal. Der Autobauer habe trotz des schwierigen Marktes seinen Ausblick bestätigt. Die Aktie zog um fast sieben Prozent deutlich an.