US-Börsen schließen richtungslos, Dow Jones stabilisiert

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Chipwerte weiter unter Druck
 © GETTY IMAGES NORTH AMERICA, MICHAEL M. SANTIAGO, Apa
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In einem weiterhin von Nervosität geprägten Umfeld haben die US-Börsen am Montag ohne klare Richtung geschlossen. Anleger schwankten mit Blick auf die Lage im Nahen Osten weiter zwischen Hoffen und Bangen. Etwas Entlastung kam von den Anleihemärkten, wo die Renditen nach Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell zurückgingen. Deutlich unter Druck gerieten hingegen abermals die Halbleiterwerte.

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Zum Handelsende stand der Dow Jones Industrial 0,11 Prozent im Plus bei 45.216,14 Punkten. Vergangene Woche war der US-Leitindex in den Korrekturbereich gerutscht; er hält sich damit auf dem tiefsten Stand seit September. Der marktbreite S&P-500 verlor hingegen zum Wochenstart 0,39 Prozent auf 6.343,72 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq Composite ging es um 0,73 Prozent auf 20.794,64 Einheiten hinab.

Vage Hoffnung auf ein vielleicht doch näher rückendes Ende der Militäroperationen im Iran machte eine Mitteilung von US-Präsident Donald Trump, der auf seiner Plattform Truth Social wieder einmal von Fortschritten und dem möglichen Fall einer Einigung schrieb. Er verwies dabei auf angeblich ernsthafte Gespräche mit einem neuen Regime.

Gleichzeitig drohte er dem Iran mit massiven Angriffen, sollte es keine rasche Einigung geben. Zudem erwägt Trump dem "Wall Street Journal" zufolge einen Einsatz von Bodentruppen zur Bergung von hochangereichertem iranischem Uran sowie eine mögliche Einnahme der Ölinsel Kharg. An den vom Iran-Krieg beeinflussten Ölmärkten blieb die Lage folglich angespannt, auch nachdem die islamistische Huthi-Miliz am Samstag an der Seite Teherans in den Krieg eingetreten war.

Am Anleihenmarkt hingegen fielen die Renditen nach Aussagen des Notenbank-Vorsitzenden deutlich. Jerome Powell dämpfte die Erwartungen auf eine mögliche Leitzinsanhebung zur Bekämpfung des ölpreisbedingten Teuerungsschubs. Die Inflationserwartungen scheinen "über den kurzfristigen Horizont hinaus gut verankert zu sein", sagte er bei einer Veranstaltung der Harvard Universität in Cambridge.

Aktien von Chipherstellern knüpften an ihren jüngsten Kursrutsch an. So rutschten Marvell Technology um 7,5 und Micron Technology um 9,9 Prozent ab. In der vergangenen Woche hatten Forschungsergebnisse der Google-Mutter Alphabet für Aufruhr gesorgt. Diese könnten eine effizientere Nutzung des für die Entwicklung Künstlicher Intelligenz benötigten Speicherplatzes ermöglichen.

Dynamik zeigten im Metallbereich die Titel des Aluminiumkonzerns Alcoa. Sie schnellten um 8,2 Prozent hoch, nachdem am Wochenende iranische Angriffe auf Aluminiumwerke am Persischen Golf für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Die Anteilscheine des Wettbewerbers Century Aluminium zogen um 7,3 Prozent an.

Am S&P-500-Ende sackten die Papiere des Lebensmittel-Großhändlers Sysco um gut 15 Prozent ab. Belastend wirkte hier die geplante Übernahme der Firma Jetro Restaurant Depot.

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