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Der Dow Jones gab um 1,63 Prozent auf 46.225,15 Punkte nach und schloss somit nahe seinem Tagestief. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 1,36 Prozent auf 6.624,70 Zähler bergab. Auch der technologielastige Nasdaq Composite verbuchte mit 22.152,42 Punkten ein Minus von 1,46 Prozent.
Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte WTI näherte sich am Mittwoch wieder der 100-Dollar-Marke, weil der Iran nach einem Angriff auf seine Gasanlagen mit Gegenschlägen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar drohte. Neben steigenden Gas- und Ölpreisen wurden die Inflationssorgen auch wegen der Erzeugerpreise größer, die überraschend deutlich zulegten. Notenbankchef Jerome Powell konnte die Sorgen dann nicht mildern.
Mit Blick auf die Geldpolitik trat die US-Notenbank angesichts von Inflationssorgen infolge des Iran-Krieges auf die Bremse. Eine überwältigende Mehrheit des zwölfköpfigen Zentralbankrates stimmte dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Und es dürfte nicht das letzte Mal sein, dass die Fed den Zins nicht anrührt: Denn die Aussicht auf ein Anziehen der Teuerungsrate lässt Zinssenkungen in diesem Jahr in weite Ferne rücken.
Fed-Chef Jerome Powell betonte auf einer Pressekonferenz, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig in die Höhe treiben werden. "Es ist jedoch noch zu früh, um das Ausmaß und die Dauer der potenziellen Auswirkungen auf die Wirtschaft abzuschätzen", sagte er. Sollte sich die Inflation nicht wie gewünscht abschwächen, gebe es keine Gründe für eine Zinssenkung. Nach Bekanntwerden dieser Aussage fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar.
Nach zuletzt vier schwachen Wochen erholten sich die Aktien von Macys um fast fünf Prozent. Zwar blieb der Warenhausbetreiber mit seinen Umsatz- und Ergebniszielen für das laufende Jahr hinter den Analystenerwartungen zurück, er überzeugte aber mit einer stärker als erwarteten Umsatzentwicklung im ersten Quartal. Anleger sprachen daraufhin von einem ermutigenden Geschäftsjahresauftakt.
Eine fulminante Rally des auf KI-Drohnensoftware spezialisierten Unternehmens Swarmer ging am zweiten Tag der Börsennotierung weiter. In der Spitze kosteten die Aktien mit 65 Dollar nochmals doppelt so viel am Vortag, als sie sich am ersten Handelstag schon vervielfacht hatten. Aus dem Handel ging sie bei 55 Dollar, was einem Kursplus von 77 Prozent entsprach. Der Ausgabepreis hatte bei 5 Dollar gelegen.
Positiv auffällig waren noch die Anteile von Williams-Sonoma. Sie stiegen um 1,1 Prozent, nachdem der Einrichtungshändler für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie gemeldet hatte, der über den Konsensschätzungen lag.