Europas Leitbörsen fester, Euro-Stoxx-50 erreicht Rekordhoch

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Der von US-Präsident Donald Trump abgeblasene Angriff auf den Iran hat am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und die europäischen Aktienmärkte beflügelt. Der Euro-Stoxx-50 gewann bis gegen 10.20 Uhr 2,25 Prozent auf 6.193,54 Punkte. Bei gut 6.202 Einheiten stellte der Eurozonen-Leitindex zudem eine neue Rekordmarke auf.

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In Frankfurt notierte der DAX um 2,17 Prozent fester bei 24.736,13 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 1,39 Prozent auf 10.446,61 Einheiten.

US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend zuvor angekündigte Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. Mittlerweile bestätigte auch der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai, dass ein entsprechender Text vor der Fertigstellung stehe.

"Die Finanzmärkte reagierten mit dem zu erwartenden Optimismus auf die Nachricht, dass ein weiteres Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran unmittelbar bevorstehen könnte", schrieb der Marktexperte Chris Turner von der ING. Viele Anleger orientierten sich am Ölmarkt, an dem die Preise wegen der Neuigkeiten aus Nahost wieder deutlich nachlassen.

Im Tagesverlauf rückt mit SpaceX der größte Börsengang aller Zeiten in den Fokus, auf den bald noch die KI-Plattformen Anthropic und OpenAI folgen sollen. Mit einer Bewertung von knapp 1,8 Billionen Dollar ist Elon Musks Weltraumfirma aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta, obwohl die reinen Geschäftszahlen in krassem Kontrast dazu stehen. Laut Eckhard Schulte von MainSky Asset Management ist der Erfolg der Börsengänge wichtig, um die Vitalität der KI-Investmentstory zu bestätigen.

Stark gesucht waren im frühen Handel die Reisewerte, die von der Aussicht auf niedrigere Treibstoffkosten profitierten. Der entsprechende Sektorindex zog um gut vier Prozent an. Tui und Ryanair legten jeweils gut sechs Prozent zu. Deutliche Gewinne gab es auch im Bankensektor, sowie bei Bau- und Automobilaktien. Inzwischen wies der Ölsektor als einzige Branche deutliche Verluste auf.

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