Europas Börsen schließen fester

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Euro-Stoxx-50 gewinnt 0,5  Prozent
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Die wichtigsten Börsen in Europa haben am Dienstag fester geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,48 Prozent und 6.272,23 Punkten. Der deutsche DAX stieg um 0,77 Prozent auf 25.449,19 Zähler. Der britische FTSE legte 0,42 Prozent auf 10.541,69 Punkte zu. Gestützt wurden die Börsen von einer Beruhigung am Öl- und Anleihenmarkt.

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Deutlich war die Entspannung in Frankreich, wo die Anleihenrenditen zuletzt besonders deutlich gestiegen waren. Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen, Vorsitzende des "Rassemblement National", hatte in einem Haushaltsplan vorgeschlagen, das Staatsdefizit bis 2032 unter drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu senken.

Angetrieben wurden die Börsen auch von einem deutlichen Rückgang der zuletzt hoch geschnellten Ölpreise. Die Ölpreise gerieten nach Hinweisen auf steigende Öltransporte durch die Straße von Hormuz merklich unter Druck. Der Preis für ein Barrel der Nordseeölsorte Brent fiel um fast 3 Prozent auf 97,61 US-Dollar. Dazu kamen positive Impulse von den US-Börsen, wo dank der guten Nachfrage in Tech-Werten der S&P-500 und die Nasdaq-Indizes im Frühhandel neue Rekordhochs erreichten.

Aus Branchensicht waren europaweit Aktien aus den Sektoren Reise sowie Nahrungsmittel und Getränke am stärksten gefragt. Am unteren Ende des Branchentableaus rangierten Telekom- und Industrietitel.

Schwächster Wert im Euro-Stoxx-50 waren erneut Schneider Electric mit einem Verlust von 4,5 Prozent auf 260,50 Euro. Die US-Bank JPMorgan hatte die Papiere des Technologiekonzerns von "Overweight" auf "Neutral" abgestuft und das Kursziel von 345 auf 310 Euro gesenkt. Analyst Phil Buller verwies zur Begründung auf die tags zuvor angekündigte Übernahme des US-Softwarespezialisten PTC. Mit dem Zukauf bauten die Franzosen ihren weniger attraktiven Industrieautomatisierungsbereich aus. Am Montag hatten die Schneider-Papiere bereits 10 Prozent eingebüßt.

In Frankfurt fanden sich Rüstungswerte unter den größten Verlierern. Die Aktien von Hensoldt zollten ihrem jüngst guten Lauf mit einem Minus von 4,5 Prozent Tribut. Eine Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies hatte ihnen letztlich nicht weiter hinauf geholfen. Auch die Anteilscheine der Rüstungsunternehmen Rheinmetall und Renk verloren deutlich. Der Panzerbauer Rheinmetall hat inzwischen mit der Serienproduktion von Satelliten begonnen und will damit das Produktportfolio erweitern.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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