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Am Mittwoch hatten die US-Börsen deutlich unter Drohungen Trumps gegen den Iran sowie weiteren Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor gelitten. Am Donnerstag drohte Trump mit der Einnahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg sowie anderer Öl-Infrastrukturpunkte, um die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte zu erlangen.
Das jüngste Muster mit Gewinnen im Halbleitersektor und gleichzeitigen Verlusten im Softwarebereich zeigte sich auch am Donnerstag. Oracle-Aktien büßten im Frühhandel gut 10 Prozent ein, nachdem der Softwarehersteller am Vorabend nach US-Börsenschluss seine Quartalszahlen vorgelegt hatte und Marktteilnehmer mit einem enorm hohen Kapitalbedarf irritiert hatte. Der Firma stünden nach wie vor hohe Geldabflüsse bevor, um die Kapazitäten für den wachsenden Auftragsbestand aufzubauen, schrieben die Experten des Analysedienstes Vital Knowledge.
Die höheren Ausgaben von Oracle für Rechenzentren setzten Anleger wiederum gleich mit einer weiter kräftigen Nachfrage nach Halbleitern, sodass Chip-Aktien wieder auf dem Vormarsch sind. Marvell, Applied Materials oder Intel verbuchten Kursgewinne zwischen sechs und zehn Prozent. Die Bank of America stufte Intel zudem doppelt hoch von "Underperform" auf "Buy". Analyst Vivek Arya ist optimistischer geworden für die Chancen der Kalifornier in den Bereichen Prozessoren und Auftragsfertigung.
Mit Spannung erwartet wird jetzt der Börsengang des Raumfahrt- und KI-Konzerns SpaceX am Freitag. Vor dem größten Börsengang der Geschichte bringen sich weltweit Anleger in Stellung. Das Börsendebüt könnte laut Analysten weitreichende Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben. Börsianer spekulieren, dass Investoren ihre Portfolios umschichten und Kapital aus anderen Technologiewerten oder aus Kryptowährungen abziehen. Zugleich wird laut Commerzbank-Analysten der Dollar gestützt.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS