US-Börsen mehrheitlich leichter im Frühhandel

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
Nach neuen Rekordhochs am Freitag an der Wall Street
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Nach Rekorden von S&P 500 und den Nasdaq-Börsen am Freitag ging es am Montag an der Wall Street im Frühhandel überwiegend in den Minusbereich. Im Fokus der Anleger weltweit bleibt die Lage in Nahost.

von

Die vor dem Wochenende versprochene Öffnung der Straße von Hormuz bis zum Ende der Waffenruhe an diesem Mittwoch währte nur einen Tag. Zudem hat die iranische Führung bisher keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen, wie Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte. Eine weitere Verhandlungsrunde sei aktuell nicht geplant. Die Ölpreise reagierten prompt und legten zu, was Inflationssorgen befeuert und damit auch die Befürchtung steigender Zinsen.

Den Dow Jones Industrial trat hingegen kurz nach Sitzungsauftakt prozentuell unverändert auf 49.446 Punkten auf der Stelle. Beim Nasdaq Composite ging es 0,45 Prozent auf 24.358 Einheiten abwärts. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,23 Prozent auf 7.101 Punkte nach. Der Technologie-Auswahlindex und auch der marktbreite S&P 500 hatten vor dem Wochenende neue Höchststände erklommen.

"Die Nahostkrise hat die Märkte mehr denn je wieder voll im Griff", hieß es in den "Mußler-Briefen". Dabei sei nicht nur das, was US-Präsident Donald Trump sage, oft widersprüchlich und nicht glaubwürdig, sondern auch das, was aus dem Iran komme. Zwar erwartet Herausgeber und Redakteur Marcel Mußler für die Aktienmärkte derzeit keinen Absturz, aber auch "noch keine neue gute Kaufgelegenheit".

Unter den Einzelwerten rückte die Aktie von AST SpaceMobile in den Blick, die Titel brachen um fast zehn Prozent ein. Der Entwickler des ersten weltraumgestützten Mobilfunknetzwerks gab bekannt, dass die New-Glenn-Rakete von Jeff Bezos' Firma Blue Origin einen Satelliten von AST zu tief abgesetzt habe. AST SpaceMobile will mit seinen Satelliten Verbindungen zwischen handelsüblichen Smartphones und Satelliten ermöglichen, um Funklöcher zu schließen.

Marvell Technology sprangen unterdessen kurz nach dem Handelsstart um 5,2 Prozent nach oben. Wie der US-Online-Dienst für Wirtschaft und Technologie "The Information" berichtete, verhandelt Google mit dem Halbleiterhersteller über die Entwicklung zweier neuer Chips, die KI-Modelle effizienter ausführen sollen.

American Airlines verloren 4,8 Prozent an Höhe und United Airlines 1,6 Prozent. Nach Büroschluss am Freitag hatte die Fluggesellschaft einem Zusammenschluss mit Konkurrentin United Airlines eine Absage erteilt. Andere Fluggesellschaften, etwa Delta Air Lines oder JetBlue Airways zeigten sich angesichts der erneut stark angespannten Lage in Nahost und des Ölpreisanstiegs allerdings ebenfalls schwach.

Avis Budget rückten nach einer sehr starken Kursrally und einer deshalb nun erfolgten Abstufung durch die britische Bank Barclays auf "Underweight" in die Aufmerksamkeit. Das Papier gab 1,6 Prozent nach. Seit Ende März hat Avis allerdings bei hohen Umsätzen um satte 360 Prozent zugelegt. Auslöser der Rally war Marktbeobachtern zufolge ein gezielter Short Squeeze gewesen. Darunter versteht man einen starken, sich selbst verstärkenden Anstieg des Aktienkurses durch Anleger, die bisher über Leerverkäufe auf fallende Kurse spekulierten hatten und diese Position dann um jeden Preis hatten auflösen müssen. So habe der Autovermieter im April eine Kapitalerhöhung im Volumen von 5 Millionen Aktien oder rund 15 Prozent des Grundkapitals erfolgreich durchgeführt, hieß es.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT

Über die Autoren

Logo
trend. Abo

Holen Sie sich trend. jetzt im bequemen Jahresabo!