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Bereits am Mittwoch hatte die Nachricht für Gewinne gesorgt, dass es doch keine US-Strafzölle gegen acht europäische Länder einschließlich Deutschland zum 1. Februar geben soll, die Donald Trump wegen des Streits um Grönland angedroht hatte. Der US-Präsident hatte zudem ein Rahmenabkommen mit der NATO zur Beilegung des jüngsten Streits um Grönland angekündigt. Zuvor hatte Trump noch seinen Anspruch bekräftigt, Grönland müsse aus Sicherheitsgründen an die USA übergehen, gleichzeitig aber in diesem Fall die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen. Anleger atmen nun weiter durch, bleiben aber ob der Unberechenbarkeit Trumps auf der Hut.
Untermauert wurde die gute Börsenstimmung von positiv ausgefallenen Konjunkturdaten. Die US-Wirtschaft hat im Sommer etwas stärker als erwartet Fahrt aufgenommen und ist so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Die am Donnerstag veröffentlichte zweite Schätzung des Handelsministeriums zeigt für das dritte Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 4,4 Prozent.
Auch die gemeldeten Daten zum Arbeitsmarkt zeigten ein solides Bild. In der vergangenen Woche ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe nur geringfügig um 1.000 auf 200.000 gestiegen und liegt damit im Vergleich der vergangenen Jahre weiter auf niedrigem Niveau.
Impulse lieferten auch einzelne Unternehmensnachrichten. Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble wuchs im zweiten Geschäftsquartal aufgrund einer mauen Nachfrage kaum. In den drei Monaten per Ende Dezember stiegen die Erlöse um ein Prozent. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte stagnierte das Wachstum sogar, während Analysten ein kleines Plus erwartet hatten. Die Aktie legte im Frühhandel dennoch 1,8 Prozent zu.
Aktien von GE Aerospace büßten trotz der Meldung überraschend guter Zahlen für das vierte Quartal 4,3 Prozent ein. Zudem geht der weltgrößte Triebwerkshersteller davon aus, dass die anhaltende Nachfrage nach Flugreisen dazu beitragen wird, die bestehenden wirtschaftlichen Bedenken auszuräumen. Auch der Gewinnausblick auf 2026 übertraf die durchschnittliche Markterwartung.
Abbott Laboratories sackten nach der Vorlage von Zahlen für das Schlussquartal im Frühhandel um 7,2 Prozent ab. Die Nachricht, dass der chinesische Online-Händler Alibaba den Börsengang seiner Chip-Sparte vorbereitet, ließ die in den USA gehandelten Anteilsscheine hingegen um knapp 5 Prozent steigen.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU