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Auch die europäischen Leitbörsen starteten einheitlich sehr schwach in den Handel. Zuvor hatten bereits die Asien-Märkte negative Vorgaben geliefert.
Die Lage am Persischen Golf bleibt unklar. Der Iran und verbündete Milizen versuchen neben Vergeltungsangriffen auf israelische und US-amerikanische Ziele auch andere Golf-Staaten mit in den Krieg einzubeziehen, hieß es in einem Helaba-Kommentar. Zudem ist der Transport durch die Straße von Hormuz bedroht. Die Ölpreise legten am Dienstag im frühen Handel weiter zu.
"Je länger die Interventionen anhalten und je weiter sich die Angriffe auf andere Länder in der Region ausweiten, desto höher ist das Risiko, um von einem echten, belastenden Ereignis für die Kapitalmärkte auszugehen", schrieben die NordLB-Experten.
Aufseiten der Datenveröffentlichungen sind heute die Verbraucherpreise in der Eurozone zu nennen. In den USA stehen am Abend die Pkw-Verkaufszahlen an.
Zu den größten Verlierern unter den heimischen Einzelwerten zählten bis dato FACC mit einem Minus von gut sechs Prozent. voestalpine rutschten 5,75 Prozent ab und AT&S zeigten sich 4,3 Prozent schwächer.
Bei den Versicherern mussten UNIQA und Vienna Insurance Group jeweils einen Abschlag in Höhe von 3,7 Prozent hinnehmen. Auch die im ATX schwer gewichteten Bankaktien mussten erneut Federn lassen. So rutschten RBI-Titel und Aktien der BAWAG jeweils gut vier Prozent ins Minus. Anteilsscheine der Erste Group büßten gut drei Prozent ein.
Unter den Ölwerten gaben OMV vergleichsweise leicht um 0,5 Prozent nach. Am Vortag hatten die Titel des Energiekonzerns noch klar zulegen können. SBO büßten heute Vormittag 2,8 Prozent an Wert ein. Bei den Versorgern zeigten sich Verbund nach den deutlichen Vortagesgewinnen um 3,6 Prozent tiefer, EVN verloren um 3,2 Prozent.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER