US-Börsen gehen uneinheitlich aus dem Handel

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Nasdaq Composite verliert 1,51 Prozent
 © APA/APA/AFP/INA FASSBENDER
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Die US-Börsen sind am Mittwoch ohne klare Richtung aus dem Handel gegangen, wobei es bei Tech-Titeln klare Verluste gab. Der Nasdaq Composite sank um 1,51 Prozent auf 22.904,58 Einheiten. Starke Verluste verbuchten unter anderem die Anteilsscheine von AMD, die um über 17 Prozent nachgaben.

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Allerdings war hier nicht nur die allgemein schwache Stimmung im Technologiesektor ausschlaggebend, sondern auch Unternehmensnachrichten: So hieß es, die Umsatzprognose des Chipherstellers enttäusche Anleger. Dies sei ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen nicht die von einigen erwarteten Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz erziele.

IBM und Nvidia büßten mit Blick auf weitere Technologiewerte 1,8 und 3,4 Prozent an Wert ein. Ihrem freien Fall gar nicht entkommen konnten die Aktien des App-Entwicklungsdienstleisters Applovin, die um 16,1 Prozent abrutschten.

Die Portfoliomanagerin Stephanie Niven von Ninety One sprach von "wahllosen Verkäufen" bei gewissen Branchenwerten aus dem Software-und IT-Bereich. Es sei noch nicht abschließend geklärt, wie viel davon purer Angst geschuldet oder auch fundamental begründbar sei. Klar sei jedoch, dass es bei vielen Werten einen Vertrauensverlust gebe. Dieses Vertrauen müsse erst wieder hergestellt werden.

Für Aufmerksamkeit sorgte im Tech-Sektor auch eine Übernahme: Texas Instruments will den texanischen Halbleiterhersteller Silicon Labs für 7,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Das ließ dessen Kurs um knapp 50 Prozent nach oben schnellen, während die Titel von Texas Instruments in dem schwachen Tech-Umfeld um ein Prozent nachgaben.

Unterdessen zeigte sich der US-Leitindex Dow Jones mit plus 0,53 Prozent bei 49.501,30 Punkten etwas höher. Der S&P-500 konnte sich jedoch dem positiven Trend nicht anschließen: Er verlor 0,51 Prozent auf 6.882,72 Zähler.

Ein Lichtblick waren am heutigen Handelstag Pharmawerte, die von Eli Lilly mit einem Kurssprung um 10,3 Prozent angetrieben wurden. Anders als der europäische Konkurrent Novo Nordisk glänzten die Amerikaner im Wettkampf um Gewichtssenker-Produkte mit ihrer Prognose für 2026. Anleger werten dies als Indiz, dass die Amerikaner den Europäern davonlaufen.

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