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Im Späthandel grenzten sich die tagsüber registrierten Abgaben bei den wichtigsten Aktienindizes ein, nachdem die Preise für Öl und Gas wieder nach unten gedreht hatten. Ursprünglich belasteten Inflationssorgen wegen wieder nach oben geschossener Rohstoffnotierungen. Grund dafür war ein Angriff des Irans auf Gasverarbeitungsanlagen in Katar.
"Die zunehmenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten erhöhen das Risiko nachhaltiger Auswirkungen auf die globale Öl- und Gasversorgung", sagte Wolf von Rotberg, Aktienstratege bei der Bank J. Safra Sarasin.
Mit Blick auf die Einzelwerte gaben Aktien von Micron Technology nach Zahlen um 3,8 Prozent nach. Der Speicherchip-Spezialist hatte überraschend gute Zahlen und Geschäftsziele vorgelegt. Wie zuletzt schon in anderen Fällen schmeckten den Anlegern hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion nicht.
Bei den in New York gelisteten Anteilsscheinen von Alibaba mussten die Anleger einen Kursrückgang um über sieben Prozent verkraften. Der chinesische Technologieriese, dessen Titel auch in New York gelistet sind, kam im vergangenen Quartal auf einen enttäuschend geringen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn brach außerdem um gut zwei Drittel ein.
Bergbau- und Metallaktien litten unter sinkenden Metallpreisen. Weil die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen die Gold- und Silberpreise deutlich. Dieser Tendenz schlossen sich auch Industrierohstoffe wie etwa Kupfer an. Aktien von Freeport-McMoran und Newmont Mining büßten 3,3 bzw. 6,9 Prozent ein. Beim Aluminiumkonzern Alcoa betrug der Abschlag 8,7 Prozent.
Eine positive Ausnahme am Markt waren die Aktien von Align Technology. Sie zogen um mehr als zwei Prozent an nach einem Bericht, wonach der aktivistische Investor Elliott eine bedeutende Beteiligung an dem Dentaltechnikunternehmen aufgebaut haben soll. Dies berichtete Bloomberg unter Berufung auf Kreise.