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Zuvor hatte ein Ultimatum der USA, das in wenigen Stunden ausgelaufen wäre, den Anlegern noch Sorgen bereitet. Die Lage bleibt jedoch angespannt, denn der Iran konterte die Hoffnung umgehend mit der Aussage, es gebe keine Gespräche.
Der marktbreite S&P 500 erholte sich zum Wochenauftakt um 1,83 Prozent auf 6.525 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 2,09 Prozent und notierte bei 22.100 Zählern.
Geoff Yu, leitender Makrostratege bei Bank of New York Mellon, äußerte sich vorsichtig optimistisch, sollten die Aussagen zutreffen und tatsächlich Hoffnung auf einen Ausweg aus dem Konflikt bestehen. Dann könnten die Anleger neben einer Stabilisierung der Aktienmärkte auch damit rechnen, dass zuletzt schon eingepreiste, aggressive Zinserhöhungen am Markt wieder zurückgenommen würden.
Im Dow Jones kletterten die Aktien von Home Depot und Caterpillar mit plus 3,9 bzw. 3,4 Prozent an deutlichsten nach oben. Amazon-Titel verteuerten sich am 3. Platz im wohl weltbekanntesten Börsenindex um 3,1 Prozent.
Die zuletzt vom Ölpreis getriebenen Kurse von US-Ölkonzernen wie ExxonMobil oder Chevron gaben mit dem wieder fallenden Ölpreis um 1,4 respektive 0,7 Prozent nach. Erleichtert zeigten sich die Anleger zum Beispiel bei Fluggesellschaften. Titel von American Airlines und Delta Air Lines verteuerten sich um 4,6 und 3 Prozent.
Eine Erholung gab es aufgrund der Neuigkeiten auch im Technologiesektor. Diese war zuvor schon in Europa erkennbar und dem schlossen sich im New Yorker Handel auch die sieben wichtigsten Branchenriesen der USA an, die sogenannten "Magnificent 7". Deren Kursgewinne reichten bis zu 3,4 Prozent für Tesla. Für Aufmerksamkeit sorgte am Wochenende der Konzernchef des Elektroautobauers, Elon Musk, indem er Pläne zum Bau einer gigantischen Chipfabrik bekannt gab.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT