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Die vorbörslich uneinheitlichen Notierungen wurden am Markt mit dem Angriff der USA auf Venezuela, bei dem der autoritäre Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht wurde, begründet. Das Vorgehen hat weltweit überwiegend für Kritik gesorgt, vor allem von den Großmächten Russland und China.
Aus Branchensicht stand der Ölsektor im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Nach der Attacke gegen Venezuela hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass US-Konzerne in den kommenden Monaten Milliardenbeträge in den Wiederaufbau des venezolanischen Ölsektors investieren werden.
Chevron-Aktien stiegen um knapp vier Prozent. Chevron ist das einzige große US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela vertreten ist. Deshalb werden dem Öl-Multi besonders gute Chancen eingeräumt, vom riesigen Geschäftspotenzial in dem Land zu profitieren. Venezuela verfügt Experten zufolge mit etwa 300 Milliarden Barrel über die größten Erdölreserven weltweit.
Für die Anteilsscheine des Ölkonzerns ConocoPhillips ging es um zwei Prozent nach oben. Die Titel von ExxonMobil verteuerten sich um 1,2 Prozent. Die Papiere des Ölfeldausrüsters Baker Hughes gewannen 4,4 Prozent. Auch Halliburton (plus 7,4 Prozent) und SLB (ehemals Schlumberger - plus 7,9 Prozent) zogen klar an.
Im Investorenfokus sind weiterhin Aktien von Speicherchip- und Halbleiterausrüstungs-Herstellern, die vom anhaltenden Optimismus in puncto Künstliche Intelligenz profitieren. Die Aktien von Applied Materials, Lam Research, ARM und KLA gewannen zwischen 4 und 5,5 Prozent.