US-Börsen bauen Vortagesverluste aus, Dow Jones minus 1,0%

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Ölpreise legen weiter zu und schüren Konjunktursorgen
 © AFP, BRYAN R. SMITH, Apa
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Die US-Aktienmärkte haben ihre starken Vortagesabschläge am Freitag im Frühhandel weiter ausgeweitet. Angesichts des sich hinziehenden Krieges im Nahen Osten hält die Nervosität der Anleger an. Die Ölpreise sind wieder deutlich gestiegen und erhöhen damit die weltweiten Konjunktursorgen.

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Die Marktstimmung ist zudem durch Chinas Entscheidung belastet, im Vorfeld eines erwarteten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Präsident Xi Jinping eine Handelsuntersuchung gegen die USA einzuleiten.

Der Dow Jones Industrial gab im Frühgeschäft 1,00 Prozent auf 45.499 Punkte ab. Damit deutet sich für den Leitindex eine kaum veränderte Wochenbilanz an. Der breiter gefasste S&P-500 ging um 0,92 Prozent auf 6.417 Punkte zurück. Der überwiegend auf Technologiewerte ausgerichtete Nasdaq Composite schwächte sich um 1,26 Prozent auf 21.139 Einheiten ab, hier zeichnet sich ein Wochenverlust von rund 2,2 Prozent ab.

Die Verlängerung des US-Ultimatums für den Iran zur Freigabe der Straße von Hormuz mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Trump verlängerte sein Ultimatum nun bis zum 6. April. Bis dahin sollen keine iranischen Kraftwerke angegriffen werden. Experten befürchten noch weitreichendere Auswirkungen auf die Energieversorgung und die Ölpreise, was die Angst vor einer Inflationsspirale schürt, die die Zentralbanken zu einer Straffung der Geldpolitik zwingen könnte.

Im Dow Jones absolvierte die Visa-Aktie mit einem Abschlag von drei Prozent die auffälligste Kursveränderung. Salesforce büßten 2,8 Prozent ein. Den Spitzenplatz im wohl weltbekanntesten Börsenindex markierte die Chevron-Aktie dank sehr hoher Rohölpreise mit plus 1,7 Prozent.

Unter den Einzelwerten stehen zudem einige kleinere Aktien im Anlegerfokus. So sprangen die Papiere von Unity Software im frühen Handel um fast neun Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte unerwartet gute vorläufige Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal bekanntgegeben.

Die Titel Argan Inc. verteuerten sich um beachtliche 35 Prozent, nachdem der Kraftwerksbauer bei Umsatz und Gewinn je Aktie im vierten Quartal die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatte.

Für die Anteilsscheine von Rocket Pharmaceuticals ging es trotz positiver Nachrichten um 13,5 Prozent abwärts. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Medikament Kresladi des Arzneimittelentwicklers die Marktzulassung. Kresladi wird für die Behandlung einer seltenen Erkrankung der weißen Blutkörperchen bei Kindern eingesetzt.

Die Aktien von Tripadvisor stiegen um 2,5 Prozent auf 10,19 US-Dollar. Zuvor hatte die Bank of America die Papiere des Online-Reisevermittlers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 14 auf 15 Dollar erhöht.

NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/BRYAN R. SMITH

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