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Im Kapitalmarktgeschäft stiegen die Erträge um 20 Prozent. Starke Marktschwankungen bringen die Kunden von Investmentbanken dazu, aktiver zu handeln, ihre Portfolien umzuschichten und sich gegen Risiken abzusichern. Das hatte sich auch schon im Geschäft des JPMorgan-Rivalen Goldman Sachs niedergeschlagen, der am Montag den Auftakt zur Berichtssaison gemacht hatte.
JPMorgan-Chef Jamie Dimon warnte aber vor den "zunehmend komplexen Risiken", die mit den geopolitischen Spannungen und Kriegen verbunden seien. Diese führten zu starken Schwankungen der Energiepreise, Unsicherheit im Handel, hohen Haushaltsdefiziten und steigenden Preisen. "Wenngleich wir nicht voraussagen können, wie sich diese Risiken und Unsicherheiten am Ende darstellen werden, sind sie hoch und bestärken uns darin, das Unternehmen auf alle möglichen Entwicklungen vorzubereiten."
Grundsätzlich rechnen US-Investmentbanken jedoch mit einem guten Jahr: zum einen, weil die Regierung von US-Präsident Donald Trump Fusionen und Übernahmen eher erleichtern dürfte, zum anderen, weil große Börsengänge von KI- und Raumfahrt-Firmen bevorstehen. Der Iran-Krieg und andere politische Krisen haben Unternehmen bisher kaum von Zukäufen abgehalten. Bei JPMorgan legten die Gebühren für die Beratung bei Übernahmen im ersten Quartal um 28 Prozent zu, so stark wie bei keiner anderen US-Investmentbank. JPMorgan-Aktien legten vorbörslich ein Prozent zu.