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Ein solcher Zusammenschluss würde allerdings den bereits stark konzentrierten US-Markt weiter verengen und den größten Branchenumbau seit mehr als einem Jahrzehnt bedeuten. Damit dürften erhebliche regulatorische Hürden zu erwarten sein. United und American waren bereits 2025 die beiden größten Fluggesellschaften der Welt gemessen an ihrer verfügbaren Kapazität.
US-Verkehrsminister Sean Duffy erklärte diesen Monat, dass es im US-amerikanischen Flugverkehr Spielraum für eine Konsolidierung gebe. Er warnte aber zugleich, dass jede Fusion hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Verbraucher genauestens geprüft würde.
Ganesh Sitaraman, Direktor des Vanderbilt Policy Accelerator und Autor von "Warum Fliegen so elend ist", sagte, eine Fusion von United und American würde den Wettbewerb verringern. "Weniger Auswahl bedeutet höhere Ticketpreise, mehr Gebühren und weniger Optionen für alle, die von A nach B reisen wollen", sagte er.
Aus dem Umfeld des Weißen Hauses verlautete, man sei skeptisch. Die Regierung sei vor den Zwischenwahlen im November auf die steigenden Kosten für Verbraucher fokussiert. United und American lehnten eine Stellungnahme ab. Das Weiße Haus reagierte nicht auf Anfragen.
American Airlines steht unter Druck, die Rentabilität zu verbessern. Die Fluggesellschaft aus Texas hat zudem mit rund 25 Milliarden Dollar (21,4 Mrd. Euro) die höchste Schuldenlast unter den großen US-Anbietern. United hat sich zuletzt zuversichtlicher gezeigt. Ob United bereits formell an American herangetreten ist, war zunächst unklar. United und American lehnten eine Stellungnahme ab. Die Aktie von American legte nach Bekanntwerden der Pläne nachbörslich um mehr als fünf Prozent zu, während die Papiere von United kaum verändert notierten.