UniCredit erwägt Abwicklung des Russland-Geschäfts - Zeitung

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UniCredit prüft Liquidierung und Rückgabe der russischen Banklizenz
 © AFP, GABRIEL BOUYS, Apa
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Die italienische Bank-Austria-Konzernmutter UniCredit erwägt einem Zeitungsbericht zufolge die Abwicklung ihres Russland-Geschäfts. Das Institut habe Pläne für einen Verkauf der Sparte aufgegeben und prüfe stattdessen eine Liquidierung sowie die Rückgabe der russischen Banklizenz, berichtete die Tageszeitung "Kommersant" am Freitag unter Berufung auf Insider. Eine Stellungnahme von UniCredit lag zunächst nicht vor.

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Konzernchef Andrea Orcel hatte sich bisher davor gescheut, sich mit Verlust aus dem Land zurückzuziehen. UniCredit gehörte zu den 15 größten Banken in Russland, als der Krieg in der Ukraine im Februar 2022 begann. Sie ist hinter der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) die zweitgrößte westliche Bank in dem Land.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte das Geldhaus im April 2023 offiziell vor den mit Russland verbundenen Risiken gewarnt und ein Jahr später eine Reduzierung der Aktivitäten gefordert. Auch die italienische Regierung übte Druck aus. Daraufhin fuhr UniCredit die Präsenz in dem Land zurück.

Im vergangenen Jahr halbierte die russische Tochter ihre vergebenen Kredite auf 600 Millionen Euro. Der Nettogewinn stieg jedoch von 577 Mio. Euro im Jahr 2024 auf 814 Mio. Euro. Die russische Zentralbank führt die UniCredit-Tochter nach wie vor als eine von zwölf "systemrelevanten" Banken des Landes.

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