UBS verdiente mehr als erwartet

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Im 1. Quartal vor Steuern 2,13 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet
 © APA/APA/AFP/FABRICE COFFRINI
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Die UBS hat im ersten Quartal etwas weniger verdient als im Vorjahr. Der Rückgang fällt aber geringer aus, als am Markt erwartet worden war. Bei der Integration der vor zwei Jahren übernommenen Credit Suisse (CS) macht die Großbank weitere Fortschritte. Die UBS verdiente in den ersten drei Monaten des Jahres vor Steuern 2,13 Mrd. US-Dollar (1,9 Mrd. Euro), wie sie mitteilte. Das waren um 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

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Bereinigt waren es 2,59 Mrd. Dollar (-1,2 Prozent). Unter dem Strich blieben als Reingewinn 1,69 Mrd. (-3,6 Prozent). Die Erträge der Bank gingen um 1,4 Prozent auf 12,56 Mrd. zurück, während der Aufwand mit 10,32 Mrd. mehr oder weniger stabil war. Das für eine Bank wichtige Kosten-Ertrags-Verhältnis stieg damit auf 82,2 Prozent von 80,5 Prozent im ersten Quartal 2024.

In den ersten drei Monaten seien weitere Kosteneinsparungen von rund 900 Mio. Dollar erreicht worden und damit seit Beginn der Restrukturierung insgesamt 8,4 Mrd. Dollar. Bis 2026 will die UBS die jährlichen Kosten um insgesamt rund 13 Mrd. Dollar im Vergleich zu 2022 senken.

Im Kerngeschäft - in der globalen Vermögensverwaltung - konnte die Großbank weitere Kundengelder akquirieren. Der Nettoneugeldzufluss belief sich in dem Bereich auf 32 Mrd. Dollar. Damit verwaltete die UBS per Ende März über alle Bereiche Vermögen in Höhe von 6,15 Bio. Dollar nach rund 6,1 Bio. Dollar Ende 2024.

Während "Global Wealth Management" und insbesondere die Investmentbank im ersten Quartal gemessen am Vorsteuergewinn besser abschnitten als im Jahr zuvor, schwächelte das Schweiz-Geschäft ("Personal & Corporate Banking") nicht zuletzt als Folge der geringeren Zinserträge.

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigt sich zuversichtlich: "Während wir mit der Umsetzung der nächsten entscheidenden Phase der Integration beginnen, bin ich weiterhin zufrieden mit den erheblichen Fortschritten, die wir bisher erzielt haben", ließ er sich in der Mitteilung zitieren. Er verwies aber auch auf die erhöhten Markt- und Wachstumsunsicherheiten.

Mit Blick in die Zukunft gibt sich die UBS daher auch sehr zurückhaltend: In den ersten Aprilwochen hätten "schnelle und erhebliche weltweite Zolländerungen, das steigende Risiko einer Eskalation sowie die deutlich höhere gesamtwirtschaftliche Unsicherheit" zu erheblicher Volatilität an den Märkten geführt. Mit einem zunehmend breiten Spektrum möglicher Szenarien sei der wirtschaftliche Ausblick äußerst ungewiss, hieß es.

Die Aussicht auf höhere Zölle stelle ein erhebliches Wachstums- und Inflationsrisiko dar und die Märkte dürften weiterhin "äußerst empfindlich" auf neue Entwicklungen reagieren, was zu weiteren Phasen erhöhter Volatilität führen dürfte.

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