Übernahmekampf um Warner Bros. - Paramount erhöht Angebot

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Netflix hat nun die Möglichkeit gleichzuziehen
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Im Ringen um die Übernahme von Warner Bros Discovery hat Paramount Skydance sein Angebot erhöht und verschärft damit den Kampf gegen Netflix. Damit wolle das von David Ellison geführte und vom Oracle-Milliardär Larry Ellison unterstützte Unternehmen den bereits vereinbarten Verkauf an Netflix doch noch verhindern, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

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Bei dem Bieterstreit geht es um eines der wertvollsten Portfolios in Hollywood, zu dem die "Harry Potter"-Reihe, der Streamingdienst HBO Max und der Nachrichtensender CNN gehören. Dem Insider zufolge soll das neue Gebot Bedenken von Warner Bros. hinsichtlich der Finanzierungssicherheit ausräumen. Eine genaue Summe wurde nicht bekannt. Das ursprüngliche Angebot von Paramount für das gesamte Unternehmen lag bei 108,4 Milliarden Dollar. Der von Warner Bros. favorisierte Bieter Netflix hatte hingegen 82,7 Milliarden Dollar in bar für die Studios und Streaming-Angebote geboten. Netflix hat nun die Möglichkeit, mit dem neuen Gebot von Paramount gleichzuziehen. Warner Bros. und Paramount lehnten eine Stellungnahme ab, Netflix war zunächst nicht zu erreichen.

Ein zentraler Streitpunkt der beiden Angebote ist der Umgang mit den Kabelfernsehsendern von Warner Bros. wie CNN und HGTV. Der Plan von Netflix sieht vor, diese in ein neues Unternehmen namens Discovery Global auszugliedern. Während Netflix argumentiert, dies schaffe zusätzlichen Wert für die Aktionäre, bezeichnete Paramount die Ausgliederung als praktisch wertlos. Zuletzt hatte der aktivistische Investor Ancora Capital den Druck auf die Führung von Warner Bros. erhöht und eine ernsthafte Prüfung des Paramount-Angebots gefordert.

Unabhängig davon, wer den Zuschlag erhält, steht die Übernahme vor hohen regulatorischen Hürden. Sowohl in den USA als auch in Europa müssten die Wettbewerbsbehörden zustimmen. US-Politiker beider Parteien haben bereits Bedenken wegen einer zu starken Marktmacht und Nachteilen für Verbraucher geäußert. Paramount argumentiert, sein Vorhaben habe bessere Chancen auf eine Genehmigung. Ein Zusammenschluss mit Netflix würde hingegen den weltgrößten Streaming-Anbieter mit rund einer halben Milliarde Abonnenten schaffen und wird vom US-Justizministerium bereits auf wettbewerbswidrige Praktiken geprüft. Die Aktionäre von Warner Bros. sollen am 20. März über das Netflix-Angebot abstimmen.

BURBANK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES/MARIO TAMA

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