Bayer klagt Johnson & Johnson in den USA

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Streit um Krebsmedikament
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Der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat seinen US-Konkurrenten Johnson & Johnson (J&J) wegen angeblich irreführender Werbung geklagt. Bayer wirft J&J vor, mit falschen Behauptungen über die Wirksamkeit des Bayer-Mittels Nubeqa den Verkauf des eigenen Prostatakrebs-Medikaments Erleada fördern zu wollen. Mit der bei einem Bundesgericht in New York eingereichten Klage fordere Bayer eine einstweilige Verfügung, eine dauerhafte Unterlassung sowie Schadenersatz.

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Bayer argumentiert, die von J&J behauptete Überlegenheit von Erleada basiere nicht auf einer direkten klinischen Vergleichsstudie. J&J stütze sich stattdessen auf eine Auswertung von Praxisdaten mit erheblichen methodischen Mängeln. So sei Nubeqa während 97 Prozent des untersuchten Zeitraums noch nicht für die entsprechende Anwendung zugelassen gewesen. Zudem sei die Patientengruppe für Erleada fünfmal so groß gewesen wie die für Nubeqa. Auch sei die Nachbeobachtungszeit für die meisten Patienten zu kurz gewesen. Die Klage beruft sich auf den Lanham Act, ein US-Bundesgesetz gegen irreführende kommerzielle Darstellungen.

Nubeqa war 2024 mit einem Umsatz von gut 1,5 Mrd. Euro das drittumsatzstärkste Medikament des Konzerns. J&J fuhr im vergangenen Jahr mit Erleada 3,57 Mrd. Dollar (3,03 Mrd. Euro) ein.

LEVERKUSEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/INA FASSBENDER

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