Tesla will Mercedes als Japans größte Importmarke ablösen

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Traditionelle Dominanz deutscher Hersteller
 © DPA, Marijan Murat, Apa
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Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Präsenz in Japan deutlich ausbauen und Mercedes-Benz die Marktführerschaft unter den Importmarken abjagen. Tesla plane, die Zahl seiner Filialen von 35 auf mindestens 60 zu erhöhen, sagte der Chef des Japan-Geschäfts, Richi Hashimoto, am Freitag. Ziel sei es, womöglich schon im kommenden Jahr die Nummer eins der eingeführten Automarken zu werden.

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Der japanische Markt für ausländische Autos wird dem Verband der Autoimporteure traditionell von deutschen Herstellern dominiert. Im Jahr 2025 war Mercedes-Benz mit fast 51.000 verkauften Fahrzeugen die stärkste Importmarke, gefolgt von BMW, Volkswagen und Audi.

Tesla voriges Jahr noch meilenweit hinter Mercedes

Im vergangenen Jahr verkaufte Tesla in Japan etwas mehr als 10.000 Fahrzeuge. Im ersten Quartal dieses Jahres habe der US-Konzern bereits rund die Hälfte des gesamten Vorjahresvolumens abgesetzt, sagte Hashimoto. Tesla wolle auch das Netz der Servicezentren auf etwa 30 Standorte verdoppeln. Um Vorbehalte von Fahrern von reinen Verbrennerwagen abzubauen, setze Tesla verstärkt auf Probefahrten. Anlass für Hashimotos Äußerungen war der Bestellstart für das Model Y L in Japan. Mit dem auf Familien ausgerichteten Sechssitzer will sich der Konzern neue Käuferschichten erschließen.

Trotz der Einführung von Elektroautos durch heimische Hersteller wie Toyota, Suzuki und Nissan sowie den chinesischen Rivalen BYD tun sich reine Elektrofahrzeuge in Japan weiterhin schwer. Die Kunden dort bevorzugen Hybridfahrzeuge.

Teslas Expansion in Japan steht vor dem Hintergrund, dass sich das Absatzwachstum bei batteriebetriebenen Autos in den USA und anderen wichtigen Märkten deutlich verlangsamt hat. Dies erhöht für Tesla die Bedeutung von Regionen, in denen der Anteil von Elektrofahrzeugen noch gering ist.

STUTTGART - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Marijan Murat

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