Taiwans Zentralbank verdoppelt Wachstumsprognose

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Hohe Nachfrage nach Halbleitern von Nvidia
 © AFP, I-HWA CHENG, APA
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Dank boomender Technologieexporte hat Taiwans Zentralbank ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr trotz Risiken durch den Krieg im Nahen Osten verdoppelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde voraussichtlich um 7,28 Prozent zulegen, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Im Dezember hatte sie nur mit 3,67 Prozent gerechnet. Die Inflationsprognose wurde wegen der Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten angehoben, allerdings nur leicht von 1,63 auf 1,8 Prozent.

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Ihren Konjunkturoptimismus begründen die Währungshüter mit der anhaltend starken Nachfrage nach neuen Technologieprodukten, die die Exporte stützen dürften. Taiwans Wirtschaft war 2025 um 8,68 Prozent gewachsen und damit so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr. Getragen wurde dies von der hohen Nachfrage nach Halbleitern für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) von Firmen wie Nvidia. Taiwanische Firmen wie der weltgrößte Auftragsfertiger TSMC sind wichtige Zulieferer für US-Technologiekonzerne.

Die Entscheidung, die Zinsen nicht zu ändern, begründete die Notenbank mit der Unsicherheit durch den Nahost-Konflikt und die US-Handelspolitik. Gouverneur Yang Chin-long warnte deshalb: "Wenn sich der Konflikt hinzieht, könnte dies einen relativ großen Einfluss auf die Energiepreise und dementsprechend einen noch größeren Einfluss auf das globale Wirtschaftswachstum haben."

Der Inselstaat ist auch für die deutsche Wirtschaft sehr wichtig. "Für Deutschland ist Taiwan derzeit der wichtigste Anbieter von Computerchips", sagte Commerzbank-Ökonom Vincent Stamer kürzlich. Zudem sind dem Berliner Mercator-Institut für Chinastudien (Merics) zufolge rund 300 deutsche Unternehmen wie Siemens, Bosch oder BASF auf der Insel aktiv. Deutsche Firmen seien wichtige Zulieferer für die taiwanische Halbleiterproduktion.

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