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Der "Financial Times" zufolge hat sich Uber direkt und über Derivate den gesamten Aspex-Anteil angeeignet - für einen Preis von knapp unter 40 Euro je Aktie. Das würde Delivery Hero mit etwa zwölf Milliarden Euro bewerten. Uber habe sich fast 37 Prozent an Uber gesichert.
Am Wochenende hatte Delivery Hero ein unverbindliches Gebot des US-Konzerns von 33 Euro je Aktie bestätigt. Der von der "FT" genannte Preis würde allerdings eine neue Marke setzen. Uber, Aspex und Delivery Hero lehnten der Zeitung zufolge einen Kommentar ab.
Ein weiterer Großaktionär von Delivery Hero ist der niederländische Technologie-Investor Prosus. Dieser hält noch 21,8 Prozent an dem Berliner Unternehmen, nachdem er im April 4,5 Prozent an Uber verkauft hatte. Damals hatte Uber mit 20 Euro je Aktie noch deutlich weniger gezahlt. Prosus muss seine Beteiligung an Delivery Hero bis August auf weniger als zehn Prozent abbauen. Das ist eine EU-Auflage, nachdem der Investor den britischen Rivalen Just Eat Takeaway übernommen hatte. Einem Medienbericht zufolge hat Prosus bei der EU offiziell eine Befreiung von weiteren Zwangsverkäufen beantragt.
Aspex war ein großer Kritiker des aktuellen Managements von Delivery Hero. Wegen der im Branchenvergleich niedrigen Ertragskraft forderte der Vermögensverwalter den Rückzug aus ganzen Regionen. Der Verkauf der Tochter Foodpanda Taiwan an den Rivalen Grab reiche nicht aus. Delivery Hero kündigte die Prüfung strategischer Optionen an. Zudem gab Firmengründer und -chef Niklas Östberg seinen Rückzug bekannt.
Delivery-Hero-Aktien legten am Mittwoch 1,5 Prozent zu auf 39,35 Euro. In den vergangenen drei Wochen hat sich der Kurs damit nahezu verdoppelt.