Swisscom fängt Telekomerosion durch Sparen und Synergien auf

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Swisscom strich heuer 168 Vollzeitstellen
 © AFP, ARND WIEGMANN, Apa
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Die Swisscom hat die Erosion im Telekomgeschäft durch Sparmaßnahmen in der Schweiz und Synergien in Italien aufgefangen. Somit konnte der Telekomkonzern trotz eines Umsatzrückgangs den operativen Gewinn steigern und damit die Erwartungen der Finanzgemeinde übertreffen. In der Schweiz sank der Umsatz im Startquartal um 1,3 Prozent auf 1,94 Mrd. Franken (2,12 Mrd. Euro), wie die Swisscom am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab.

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Dabei schrumpfte der Umsatz mit den Telekomdiensten um 2,6 Prozent auf 1,26 Mrd. Franken. Sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetzgeschäft gingen die Einnahmen zurück. Auch im IT-Geschäft und im Geschäft mit anderen Telekomanbietern (im Fachjargon Wholesale genannt) gab es Einbußen. Dagegen konnte das Hard- und Softwarebusiness zulegen.

Um Gegensteuer zu geben, trat die Swisscom beim Personal auf die Bremse. In der Schweiz sank der Personalbestand seit Ende Dezember 2025 um 168 auf 12.761 Vollzeitstellen. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres hat die Swisscom in der Schweiz gar 500 Stellen gestrichen.

Dank beträchtlicher Kosteneinsparungen konnten die Folgen des Umsatzrückgangs bei den Telekomdiensten um mehr als die Hälfte kompensiert werden, hieß es. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) sank in der Schweiz lediglich um 0,6 Prozent auf 861 Mio. Franken.

Die Swisscom habe im Telekomgeschäft in der Schweiz in den ersten drei Monaten 25 Mio. Franken an Kosten gespart. Im Gesamtjahr sollen die Einsparungen etwas über 50 Mio. Franken erreichen, wie Konzernchef Christoph Aeschlimann in einer Telefonkonferenz sagte.

Auch in Italien ist die Erosion im Kerngeschäft zunehmend angekommen. In den ersten drei Monaten 2026 fiel der Umsatz um 4,5 Prozent auf 1,74 Mrd. Euro. Sowohl das Telekom- als auch das IT-Dienste-Geschäft war rückläufig. Dies wurde teilweise durch einen Umsatzanstieg im Wholesale und im Energiegeschäft ausgeglichen, wie die Swisscom erklärte.

Die Synergien aus der Zusammenlegung von Fastweb und der übernommenen Vodafone Italia sorgten für tiefere Kosten, was den EBITDAaL um 8,3 Prozent auf 457 Mio. Euro nach oben trieb. Im ersten Quartal beliefen sich die Synergien bereits auf 77 Mio. Euro. Insgesamt hat die Swisscom seit Anfang 2025 damit Synergien von 172 Mio. Euro geschafft.

Fastweb + Vodafone befinde sich auf Kurs zum Synergieziel von 300 Mio. Euro für 2026. Das wäre etwa die Hälfte der Synergien, welche die Swisscom bis 2029 erreichen will.

Eine Steigerung gelang dem Swisscom-Konzern auch beim operativen freien Cashflow. Dieser stieg um ein Fünftel auf 594 Mio. Franken. Davon stammen 478 Mio. Franken aus der Schweiz.

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