Banco BPM schlägt Fusion mit Monte dei Paschi vor

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Die italienische Bank Banco BPM hat dem Geldhaus Monte dei Paschi di Siena (MPS) Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss vorgeschlagen. Nach Angaben von Banco BPM könnte durch die Fusion die zweitgrößte Bankengruppe Italiens entstehen.

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Der Verwaltungsrat von Banco BPM habe einstimmig beschlossen, MPS sein Interesse an Verhandlungen über eine einvernehmliche Fusion mitzuteilen. Die Transaktion solle nach dem Modell eines sogenannten "Merger of Equals" erfolgen, bei dem beide Institute als gleichberechtigte Partner auftreten. Das neue Institut soll dank seiner Größe, seines Produktangebots und möglicher Synergieeffekte besser mit führenden nationalen und europäischen Wettbewerbern konkurrieren können.

Die Bank beziffert das jährliche Synergiepotenzial auf mehr als 1,1 Milliarden Euro vor Steuern. Davon sollen rund 650 Millionen Euro auf Kosteneinsparungen und mehr als 450 Millionen Euro auf zusätzliche Erträge entfallen. Die Börsenbewertung des fusionierten Instituts könnte nach Unternehmensangaben über 50 Milliarden Euro liegen.

Banco BPM verweist zudem auf die geografische Ergänzung beider Institute. Gemeinsam verfügten sie über eine starke Präsenz in wirtschaftsstarken Regionen wie der Lombardei, der Toskana und Venetien sowie über eine breitere Abdeckung des italienischen Marktes. Die vorgeschlagene Governance-Struktur soll auf einem Gleichgewicht zwischen beiden Partnern beruhen und die historischen Standorte sowie die regionale Verankerung der Banken erhalten. Eine Stellungnahme von Monte dei Paschi lag zunächst nicht vor.

Nach der staatlichen Rettung im Jahr 2017 und der schrittweisen Reprivatisierung zwischen 2023 und 2024 hat MPS im März die Mailänder Investmentbank Mediobanca übernommen. Damit ist MPS zum größten Anteilseigner des Versicherers Generali aufgestiegen - einem Schlüsselunternehmen der italienischen Wirtschaft.

Für MPS interessieren sich angeblich auch andere italienische Banken. Italiens größtes Geldhaus Intesa Sanpaolo und Bper arbeiten laut einem Bericht der "Financial Times" an einem gemeinsamen Angebot für die Übernahme von MPS. Intesa Sanpaolo würde demnach den Bereich Mediobanca übernehmen und damit indirekt auch die Beteiligung von rund 13 Prozent an Generali. Die Details des Angebots würden derzeit in einem Verwaltungsrat von Intesa abgestimmt, hieß es. Damit würde sich ein weiteres potenzielles Übernahmeprojekt im italienischen Bankensektor bilden - in direkter Konkurrenz zu einem zuvor von Banco BPM vorgelegten Vorschlag für MPS.

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