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Bei vollständiger Annahme des Angebots würde sich der maximale Gesamtwert der Transaktion auf etwa 30,6 Milliarden Euro belaufen. Intesa Sanpaolo bezeichnet den Deal als eine "zentrale strategische Chance im italienischen und europäischen Bankensektor", da sie hohe Synergien durch Größe, Komplementarität und ein geringes Umsetzungsrisiko ermögliche.
Das Ziel des Angebots von Intesa Sanpaolo besteht darin, das gesamte Grundkapital von MPS zu erwerben oder zumindest eine Beteiligung von 66,67 Prozent zu erreichen und das MPS-Delisting von der Mailänder Börse zu erwirken. Die aus der Transaktion zwischen Intesa Sanpaolo und MPS entstehende Gruppe würde über Kundenvermögen von rund 1.700 Milliarden Euro, sowie über mehr als 27 Millionen Kunden verfügen, teilte Intesa Sanpaolo mit.
Darüber hinaus hat der Versicherer Unipol mit Intesa Sanpaolo eine Vereinbarung für den Erwerb von 635 MPS-Filialen abgeschlossen, sobald das Übernahmeangebot erfolgreich abgeschlossen ist. Unipol beabsichtigt anschließend, der BPER Banca, an der er Hauptaktionär ist, eine Fusion vorzuschlagen. Die daraus entstehende Gruppe soll den Namen Banca Monte dei Paschi di Siena tragen.
Intesa Sanpaolo erwartet, dass die aus der Transaktion mit MPS hervorgehende Gruppe im Zeitraum 2025-2029 insgesamt etwa 61 Milliarden Euro an die Aktionäre ausschütten kann. Dies liegt deutlich über den rund 50 Milliarden Euro, die im Geschäftsplan 2026-2029 vorgesehen sind. Darüber hinaus plant die Bank für die Jahre 2026 und 2027 eine außerordentliche Barausschüttung an die Aktionäre in Höhe von insgesamt 2,7 Milliarden Euro.
Der geplante Deal bietet nach Angaben von Intesa-Sanpaolo-Chef Carlo Messina eine einmalige Gelegenheit, die Position der Bank in Europa und Italien zu stärken. "Wir haben bereits bewiesen, dass wir andere Banken erfolgreich integrieren können. Die Transaktion mit MPS ermögliche weiteres Wachstum. Diese Integration birgt keinerlei Risiken", fügte er hinzu.
Um die Übernahme von MPS bemüht sich inzwischen auch die italienische Bank Banco BPM. Diese hat MPS am Sonntag Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss vorgeschlagen, ohne einen Wert der potenziellen Offerte zu nennen.
Zu Handelsbeginn am Montag legte die MPS-Aktie kräftig zu. Die Aktie des Geldhauses aus Siena stieg um 10 Prozent auf 9,85 Euro. Dagegen verlor Intesa Sanpaolo 3 Prozent. Auch Unipol gab nach (-1,6 Prozent auf 20,53 Euro), da das Unternehmen eine Kapitalerhöhung von 2,5 Milliarden Euro zur Finanzierung des Erwerbs der MPS-Filialen unterstützen muss.