Steigende Kosten überschatten Microsofts robuste Zahlen

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Ausgaben um zwei Drittel gestiegen
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Die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren zahlen sich für Microsoft aus. "Der Umsatz der Cloud-Sparte hat im abgelaufenen Quartal die Marke von 50 Milliarden Dollar (41,76 Mrd. Euro) übersprungen", sagte Finanzchefin Amy Hood am Mittwoch. "Wir haben die Erwartungen bei Erlösen, Betriebsergebnis und Reingewinn übertroffen."

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Die Aktien des US-Softwarekonzerns fielen dennoch im nachbörslichen Handel an der Wall Street um rund sieben Prozent. Anlegern bereitete unter anderem der überraschend deutliche Anstieg der Investitionen im abgelaufenen Quartal um 66 Prozent auf ein Rekordhoch von 37,5 Milliarden Dollar Kopfzerbrechen. "Etwa zwei Drittel dieser Ausgaben entfallen auf Vermögenswerte mit kurzer Nutzungsdauer wie Prozessoren", erläuterte Microsoft-Sprecher Jonathan Neilson in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Der Rest seien Investitionen, die sich über die kommenden 15 Jahre und darüber hinaus positiv in der Bilanz niederschlagen würden.

Kritisch sehen Börsianer zudem die Abhängigkeit Microsofts von OpenAI. Zwar verdoppelte sich der Auftragsbestand der Cloud-Sparte Azure auf 625 Milliarden Dollar. Etwa 45 Prozent davon stammten jedoch vom ChatGPT-Entwickler, an dem Microsoft beteiligt ist. Rechnet man OpenAI heraus, wuchs das Auftragsvolumen um 28 Prozent. Gleichzeitig mache die neue Version der Google-KI Gemini ChatGPT Marktanteile streitig, warnte Analyst Ryuta Makino vom Vermögensverwalter Gabelli. Wegen des wachsenden Wettbewerbs bezweifeln einige Experten, dass Microsoft künftig ein ausreichend hohes Wachstumstempo aufrechterhalten kann, um die Ausgaben für KI-Infrastruktur zu rechtfertigen.

Im vergangenen Quartal sei der Konzernumsatz um 15 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Software-Anbieter weiter mit. Die Cloud-Sparte legte um 39 Prozent zu und übertraf die Markterwartungen knapp. Der Überschuss lag mit 4,14 Dollar je Aktie 21 Prozent über dem Vorjahresniveau.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HANS KLAUS TECHT

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